Akropolis-Rallye

Gemischte Gefühle bei Volkswagen

"Jari-Matti Latvala und Andreas Mikkelsen liegen gut im Rennen. Die schlechte Nachricht war für uns heute allerdings, dass Sébastien Ogier schon auf der allerersten WP ohne Benzindruck aufgeben musste", fasst der Chef den Tag zusammen.

Jari-Matti Latvala - Akropolis-Rallye 2013
<STRONG>DIE ANSAGE IST DEUTLICH:</STRONG> Jari-Matti Latvala will Evgeny Novikov und Dani Sordo auf den Pelz rücken

„Mit Rang drei müssen wir heute zufrieden sein: Der Tag war hart und ereignisreich, viele Teams hatten arge Probleme. Das Qualifying begann für uns nicht wie gewünscht und Startposition vier war alles andere als optimal. Auch die erste Prüfung lief nicht wunschgemäß. Durch einige Änderungen an Fahrwerk und Differenzial lag unser Polo in der Nacht-Prüfung aber deutlich besser und wir konnten Boden auf Platz zwei gutmachen“, sagt Jari-Matti Latvala im Tagesziel.

 

„Morgen haben wir eine gute Startposition und werden versuchen, Druck auf die Teams vor uns auszuüben.“ Aber Latvala weiß: „Mit der Brechstange kann man hier in Griechenland nichts erreichen. Zu groß ist das Risiko, das Auto zu beschädigen. Man muss seine Angriffe sehr gezielt setzen.“ Auch Andreas Mikkelsen ist erleichtert, den Tag überstanden zu haben. „Was für ein unglaublich schwieriger Start in die Rallye Griechenland. Doch alles in allem lief der erste Tag für uns positiver als bei einigen Top-Piloten. Gesamtrang fünf ist ein sehr gutes Resultat. Am zweiten Tag haben wir deshalb eine bessere Startposition als heute.“

 

Qualifying-Sieger Sébastien Ogier wurden dagegen frühzeitig eingebremst. „Es ist natürlich frustrierend, nach nur wenigen Kilometern aufgrund eines Problems mit dem Benzindruck aufgeben zu müssen. Die ersten fünf Rallyes liefen perfekt für uns, heute mussten wir das erste Mal in dieser Saison einen herben Rückschlag hinnehmen.“ Aber auch die Hauptgegner im Kampf um die Fahrer-WM, Mikko Hirvonen (Citroën) und Mads Östberg (Ford), verloren Zeit.

 

Ogier geht am Samstag unter Rally2-Reglement mit zehn Minuten Zeitstrafe wieder auf die Strecke - als Erster. „Das ändert natürlich unsere Strategie und die Herangehensweise komplett. Wir werden alles geben, noch das Maximum aus der Rallye Griechenland herauszuholen und möglichst Punkte für die Meisterschaft zu sammeln. Das ist das Ziel.“

 

Und auch Volkswagen Motorsport-Direktor Jost Capito will noch nicht ganz aufgeben. „Selbst mit zehn Minuten Rückstand würde ich Sébastien noch nicht abschreiben – denn bei dieser extrem materialmordenden Rallye ist bis zum Schluss alles möglich.“

 

Und da war dann noch ....

 

... eine Kamera-Linse weniger. Während des Zeittrainings bei der Rallye Griechenland wirbelte Andreas Mikkelsen mit seinem Polo R WRC nicht nur mächtig Staub auf, sondern auch den ein oder anderen veritablen Brocken. Ein Stein traf dabei die Linse einer Kamera – die der Volkswagen TV-Crew.

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