Rallye News

Ford-Zukunft weiter offen

Während Ford immer noch keine Aussage über die eigene Zukunft in der Rallye-Weltmeisterschaft getroffen hat, bemühen sich die Konkurrenten um Markko Märtin.

<strong>Keine Aussage:</strong> Capito kann noch kein Programm verkünden

Eigentlich war eine endgültige Entscheidung beim WM-Finale in Wales erwartet worden. Aber Ford hat noch immer keine Aussage gegeben, ob man in der kommenden Saison wieder antreten wird. Dies führt zu neuen Spekulationen über einen Austritt, obwohl sich Sportchef Jost Capito optimistisch gibt. "Diese Saison war einfach phantastisch, der Sport war spannend, Technologie und Fahrzeuge sind zuverlässig. Wir dürfen diesen guten Sport nicht durch neue Regeln zerstören lassen", erklärte der Deutsche.

 

"Aber es ist im Moment eine sehr schwierige Situation für das Unternehmen und ich kann nicht sagen, ob wir nächste Woche eine Entscheidung haben. Im Endeffekt kann es weitergehen oder nicht. Der Motorsport ist ein Teil unserer Produktentwicklung und wir brauchen gute Autos in der Zukunft. Wir haben ein Gewinner-Team und ich bin kein Fan einer Veränderung", unterstrich Capito. Aber gleichzeitig betonte er, dass der Ausbau der Rallye-Weltmeisterschaft auf 16 Läufe die Wahrscheinlichkeit eines Ausstiegs vergrößerte.

 

"Das macht die Verhandlungen nicht leichter. Alles, was mehr Geld kostet, macht es schwieriger. Im Moment rechnen wir mit mehr Geld. Es kann auch weniger werden, aber ich muss den Managern jetzt eine Aussage geben. Wenn es bei 14 Läufen geblieben wäre, könnte ich von weniger Ausgaben sprechen."

 

Malcolm Wilson, Chef des Einsatzteams M-Sport, geht unterdessen davon aus, dass Ford in der WM weitermacht. Der Brite plant erste Tests und trifft die Reisevorbereitungen für die nächste Saison, aber er wäre nicht in der Lage, Markko Märtin und Francois Duval weiter zuverpflichten, wenn Ford sich zurück ziehen würde. "Das Ergebnis könnte durchaus erschreckend sein. Ich muss damit rechnen, dass wir an keiner Rallye mehr teilnehmen. Wir würden nur noch ein einfaches Kunden-Programm haben", meinte Wilson.

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