Rallye News

FIA will Druck ausüben

Die FIA hat in einem Brief an alle Veranstalter eines WM-Laufes mitgeteilt, dass man genauestens prüfen wird, ob wirkliche Gründe vorliegen, Mille-Pistes nicht anzuwenden.

<strong>Sprung ins Ungewisse:</strong> Was bringt Mille-Pistes?

Abgesehen von den Rallyes Monte Carlo und Schweden werden 2004 alle WM-Läufe nach dem so genannten "Mille Pistes"-Format durchgeführt. Danach dürfen alle Wertungsprüfungen vor dem Start nur noch einmal befahren werden. Während der Rallye selbst wird jeweils morgens noch einmal trainiert und mittags im Wettbewerb gefahren. Außerdem sind wieder mehrere Serviceplätze erlaubt.

 

Ziel der Änderungen war es, die Rallyes kostengünstiger und fernsehgerechter zu gestalten. Doch in der WM regt sich der Widerstand. Viele Veranstalter haben Schwierigkeiten die eigentliche Rallye und das Training am gleichen Tag durchzuführen. Außerdem könnte es zu chaotischen Verhältnissen kommen, wenn Teilnehmer und Zuschauer sich den Weg zu einer Prüfung bahnen. "Sieben WM-Veranstalter sagen, sie können das neue Konzept nicht umsetzen", erklärte Armin Kohl, Rallyeleiter der Rallye Deutschland auf einer Pressekonferenz. "Fünf WM-Läufe wollen Mille-Pistes mitmachen, der Rest hat sich nicht geäußert."

 

Aber auch das neue Service-Konzept steht in der Kritik. Viele Beteiligten glauben, dass die Reduzierung der Servicezeit zu mehr Ausfällen führt und die Rallyes weniger spannend macht. Zudem könnte der Serviceplatz für Zuschauer an Attraktivität verlieren. "Wir haben eigentlich kein Problem mit einem 10-Minuten-Service an der Strecke, aber ich würde es nicht bei jeder Rallye haben wollen", erklärte Ford-Teamchef Malcolm Wilson.

 

Es wird allgemein erwartet, dass bei der am Freitag stattfindenden Sitzung des FIA World Council die neuen Regeln verabschiedet werden. Erst wenn diese sich in der Praxis nicht bewehren, dürfte ein Umdenken einsetzen.

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