Michele Mouton, von FIA-Präsident Jean Todt als WM-Managerin eingesetzt, sammelte zwar fleißig Flugmeilen und schaute sich mehrfach vor Ort um, doch nun muss die eloquente Französin verkünden, dass Wunschkandidat Brasilien im Moment nicht für einen WM-Lauf in Frage kommt.
„Angesichts der wirtschaftlichen Lage, der anstehenden Fußball-WM und der Olympischen Spiele 2016 haben wir erkennen müssen, dass es im Moment nicht der richtige Zeitpunkt wäre, mit der Rallye-WM nach Brasilien zu kommen. Aber die Tür steht weiterhin sehr weit offen“, sagte Mouton.
Damit ist klar, dass die ehrgeizigen Pläne, die sogenannten BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika) künftig im WM-Kalender zu haben, nicht umgesetzt werden können. In Südafrika verlief die Generalprobe für den möglichen WM-Lauf desaströs, zuletzt winkte der chinesische Verband ab und teilte mit, dass man nicht in der Lage sei, in den nächsten drei Jahren eine entsprechende Veranstaltung aufzubauen.
Immerhin können sich europäische Rallyefans freuen. So lange es weltweit keine passenden Alternativen gibt, wird die Topliga weiterhin ihren Schwerpunkt auf dem alten Kontinent haben.