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"Es fehlt total der Rhythmus"

Manfred Stohl sieht dem neuartigen 'Mille-Pistes-Konzept' skeptisch entgegen. Der OMV-Pilot bezweifelt, dass die Rallye Neuseeland dadurch besser wird.

<strong>Voller Angriff:</strong> Die OMV-Piloten wollen in Neuseeland Gas geben

Den größten Teil des logistischen Aufwandes hat Stohl Racing bereits hinter sich. Nachdem bereits vor der Rally Mexico ein Container mit Vollaks Renn-Mitsubishi, einem Servicefahrzeug und Ersatzteilen die Reise nach Neuseeland angetreten hat, wurde ein weiterer Container mit den beiden Wettbewerbsfahrzeugen von Stohl und Paasonen direkt von Mexiko nach ?Down under? verschifft.

 

Dabei erlebten die Mechaniker des OMV World Rally Teams eine Begegnung der anderen Art. Eine Beamtin der neuseeländischen Zollbehörde kontrollierte die Sauberkeit der Containerbeladung. Erst nach über 30 Minuten, als kein Schmutzpartikel zu finden war, gab sie grünes Licht für die Verplombung des Containers. Vor Ort in Auckland müssen die Mechaniker die beiden Mitsubishis Evo VII nun wieder auf den letzten Stand bringen.

 

Als gewöhnungsbedürftig bezeichnet Stohl den neuen Rennablauf "Mille Pistes". Dabei sollen am Donnerstag alle Prüfungen einmal besichtigt werden, danach jeweils am Freitag, Samstag und Sonntag vormittags nochmals befahren werden und am jeweiligen Nachmittag werden die Sonderprüfungen gefahren. "Vielleicht wird die Rally dadurch kompakter, jedoch keinesfalls sportlich hochwertiger. Es fehlt total der Rhythmus", erklärte der 32-jährige. "Auch sehe ich keinen Sinn darin, dass mit dem Wettbewerbsfahrzeug trainiert werden kann. Das erhöht nur den Aufwand, da wir für das Training ein neues Motorprogramm schreiben müssten, das uns erlaubt auch langsam zu fahren."

 

Der finnische OMV Pilot Jani Paasonen bekämpft seinen Ärger über den Ausfall in Mexiko mit jeder Menge Konditionstraining. So joggt der 28 Jahre alte PWRC-Sieger der Schweden-Rally täglich mehrere Kilometer durch die finnischen Wälder. Paasonen: "Der Unfall war ein ganz dummer Fehler von mir. Leider haben wir dadurch die WM-Führung verloren, die wir sonst mit Sicherheit verteidigt hätten. Dennoch muss ich das Ganze ganz schnell vergessen, damit ich den Kopf für Neuseeland frei habe. Laufen ist dafür ein sehr gutes Mittel." An Neuseeland hat der Finne größtenteils gute Erinnerungen. Dort erzielte er 2002 als erster und bislang einziger Fahrer eine Sonderprüfungsbestzeit mit dem Mitsubishi Lancer WRC.

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