Rallye News

Eine Frage der Mischung

Vor allem die unterschiedlichen Streckencharakteristika stellen eine große Herausforderung für Fahrer, Teams und Pneuhersteller dar.

<strong>ERFOLGREICH:</strong> Loeb will mit BFGoodrich erneut in Deutschlang gewinnen

?Die Rallye Deutschland ist eine ganz spezielle Veranstaltung und Bedarf daher einer sehr genauen Vorbereitung?, erklärt Aimé Chatard, Leiter der Rallye-Aktivitäten von BFGoodrich. ?Unsere Partnerteams haben Ende Juni und Anfang Juli in der Nähe von Trier und auf dem Militärgelände von Baumholder getestet, um die richige Abstimmung für die Rallye zu finden.?

 

Auch BFGoodrich stimmte sich intensiv auf den neunten Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft ein: ?Wir haben uns bei den Vorbereitungen auf zwei Bereiche konzentriert?, so Chatard. ?Wir wollten den Reifen auf den harten Prüfungen des Truppenübungsplatzes mit dem Mix aus Beton, Asphalt und Steinen die nötige Zuverlässigkeit verleihen. Gleichzeitig stand die Entwicklung der Pneus für die Weinberge im Vordergrund, die selbst solch heißen Temperaturen wie denen im Juli stand halten müssen. Unsere Teams stehen in Deutschland neben der üblichen mittleren Mischung 2 auch die mittelharten Pneus 2+ zur Verfügung.?

 

Wegen der großen zeitlichen und räumlichen Abstände zwischen den einzelnen Prüfungen müssen die Piloten ihre Pneus bis zu drei Stunden vor Beginn der letzten WP der bevorstehenden Schleife treffen - besonders bei unbeständigen Verhältnissen eine schwierige Aufgabe: ?In Deutschland herrscht vom Start bis ins Ziel höchste Spannung?, beschreibt Chatard. ?Unsere Reifen müssen konkurrenzfähig sein, gleichzeitig soll unser Angebot an Pneus aber auch alle möglichen äußeren Bedingungen abdecken. Darüber hinaus kommt der Verfügbarkeit der Reifen eine entscheidende Bedeutung zu. Die besten Mischungen müssen sich zur richtigen Zeit am richtigen Ort befinden. Gerade bei wechselnden Wetterbedingungen müssen wir sehr flexibel agieren und eine kurze Reaktionszeit beweisen.?

 

Um die Reifenwahl nicht zum Lotteriespiel ausarten zu lassen, schickt BFGoodrich zahlreiche Beobachter an die Strecken. Diese ?Wetter-Spione? stehen in ständigem Kontakt mit den Ingenieuren und Technikern auf dem Serviceplatz und können eine genaue Analyse von den Bedingungen vor Ort abgeben.

 

Bei der Rallye Deutschland stellt BFGoodrich seinen Partnern die beiden Profile ?g-Force Profiler 2? für trockene Bedingungen und den Regenspezialist ?g-Force Profiler ´Humid normal´ zur Verfügung. Der ?g-Force Profiler 2? mit seiner mittelharten Gummimischung entwickelt seine optimale Leistungsfähigkeit in einem Temperaturfenster von zehn bis 15 Grad Celsius. Ihm zur Seite stehen die beiden Variationen ?2-? und ?2+?, die über etwas weichere beziehungsweise härtere Mischungen verfügen. Das Laufflächenprofil dieser Trockenreifen lässt sich nachschneiden. Dies verbessert nicht nur ihre Leistungsfähigkeit auf feuchter Strecke, sondern bringt sie auch bei kühlen Bedingungen schneller auf ihre ideale Arbeitstemperatur.

 

Der Regenreifen ?g-Force Profiler ´Humid normal´ wurde für Temperaturen zwischen acht und zwölf Grad Celsius entwickelt. Auch sein Profil lässt sich ?cutten?, also durch zusätzliche Schnitte öffnen. Der Regenspezialist ist dadurch in der Lage, durch seine Profilrillen bis zu 20 Liter Wasser pro Sekunde aus dem Weg zu räumen.

 

Bis Montag (7. August) mussten der obersten Motorsportbehörde FIA die persönlichen Reifenlisten der Fahrer vorliegen. Die Piloten der M1- und M2-Wertung können insgesamt 75 Pneus nominieren. Aus diesem Kontingent dürfen während Shakedown und Rallye maximal 45 tatsächlich zum Einsatz kommen.

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