Rallye News

Deutsche Piloten auf Erfolgskurs

Die deutschen Piloten zeigen bei der WM-Premiere, daß sie der internationalen Konkurrenz gewachsen sind.

Überflieger Nicki Schelle

Allen voran derzeit der Ford-Pilot Armin Kremer. Kremer ist bei der deutschen WM-Premiere vor der Schlussetappe damit der bestplatzierte Deutsche. ?Auf den ersten beiden Prüfungen rutschte die Kupplung im fünften und sechsten Gang?, berichtete der Mecklenburger.

 

?Wir haben uns unser Heimspiel etwas anders vorgestellt. Schade, dass wir mit so vielen kleinen Problemchen zu kämpfen haben?, erklärte Armin Kremer. ?Ich konzentriere mich mehr auf das Auto als auf das Fahren. Aber morgen ist auch noch ein Tag ? und immerhin liegen wir jetzt in den Top 10.?

 

Bei den Junioren schied am Vormittag bereits Carsten Mohe mit dem Renault Clio Super 1600 mit Motorschaden aus. Mohe: ?Gleich beim Starten haben wir gemerkt, dass irgendetwas nicht stimmt. Das Team hat alles versucht, aber wir mussten die Rallye mit verdacht auf Motorschaden vorzeitig beenden. Die Enttäuschung ist natürlich riesengroß, gerne hätten wir bei der WM Premiere in Deutschland die Zielflagge gesehen.? Auch Sven Haaf blieb von einem Motorschaden auf WP 10 nicht verschont. ?In der zweiten Prüfung des Tages lief der Motor nach zwölf Kilometern plötzlich nur noch auf drei Zylindern und starb dann einfach ab?, berichtete Haaf. ?Ich bin natürlich sehr enttäuscht. Aber ich nehme viele positive Aspekte von der ADAC Rallye Deutschland mit. Während uns zuletzt beim WM-Lauf in Spanien gute Zeiten gelangen, als wir bereits zurückgefallen waren und ich befreit fahren konnte, war beim Heimspiel der Druck auf uns einfach größer. Ich freue mich, dass unsere Taktik aufgegangen ist und wir nach der ersten Etappe führten. Wir haben gezeigt, dass wir um die Spitze fahren können. Jetzt freue ich mich auf die Rallye San Remo, den nächsten Einsatz in der Junior-WM.?

 

Bei den Junioren führt derzeit Francois Duval mit 43,2 Sekunden Vorsprung vor Citroen-Pilot Daniel Sola und Markenkollege Andrea Dallavilla. Nicki Schelle liegt mit seinem Suzuki Ignis Super 1600 auf einen hervorragenden vierten Rang und hält sich so alle Chancen auf einen Podiumsplatz offen.

 

Auch in der Gruppe N ist ein deutscher Spitzen-Pilot allen voran. Hermann Gassner dominiert mit seinem Evo 7 die Horde der seriennahen Fahrzeuge. Gefolgt wird Gassner von Mitsubishi-Markenkollege Sandro Wallenwein. Platz vier derzeit für Henk Vossen, Rang 5 für Dark Liebehenschel, der sich an Marcus Hesse vorbei schieben konnte, als dieser einen Reifenschaden auf der WP wechseln musste. Hesse liegt derzeit jedoch mit nur 16,9 Sekunden in Schlagweite und wird morgen nochmal angreifen.

 

Bei den "kleinen" seriennahen Fahrzeugen führt weiterhin Opel-Pilot Horst Rotter, der Peter Corazza mit mehr als fünf Minuten Vorsprung auf Platz zwei hält. Frank Höhner, der die Führung lange Zeit inne hatte, musste nach technischen Defekten seine Führung wieder abgeben und liegt nun auf Rang vier hinter dem Citroen-Saxo-Piloten Ronny Amm.

« zurück