WM 2017

Depping testet Zebra-Polo auf Baumholder

Die Aufgabenverteilung bei Volkswagen ist höchst unterschiedlich. Andreas Mikkelsen klettert auf die Zugspitze, Jari-Matti Latvala bereitet sich auf das Goodwood Festival of Speed vor, Sebastien Ogier genießt sein Vaterglück und was macht Testfahrer Dieter Depping? Probiert den neuen Polo WRC auf Baumholder aus.

Andreas Mikkelsen und sein Beifahrer Anders Jaeger haben am Marathon Zugspitz Ultratrail teilgenommen. Die beiden Norweger traten am Samstag bei der Ultra-Distanz über 101,6 Kilometern am Stück um die Zugspitze, den höchsten Berggipfel Deutschlands, an. Am frühen Morgen starteten Mikkelsen und Jaeger in Grainau auf die durch starken Regen matschige Strecke über 5.412 Höhenmeter.

„Das war eine absolute Herausforderung“, sagt Mikkelsen. „Leider mussten Anders und ich bei Kilometer 82 aufhören. Nichtsdestotrotz bin ich stolz auf uns, dass wir unter diesen Wetterbedingungen so weit gekommen sind. Auch wenn wir die 101,6 Kilometer nicht komplett geschafft haben – die Landschaft war einmalig.“

Latvala: Erst Polen dann Goodwood

Jari-Matti Latvala hat eine ereignisreiche Woche vor sich. Am Donnerstag testet er gemeinsam mit seinem Beifahrer Miikka Anttila in Polen den Polo R WRC 2017. Abends geht es weiter nach Großbritannien: Am kommenden Wochenende (25.–26. Juni) ist Latvala beim Goodwood Festival of Speed am Start. Unter anderem absolviert er mit dem Polo R WRC die Bergstrecke – genannt „Hillclimb“ – vor dem Gelände von Goodwood House bei Chichester im Süden Englands.

Latvalas Teamkollege Sebastien Ogier lässt es hingegen ruhig angehen und nimmt nicht am Polen-Test sowie am Festival teil – aus gutem Grund: Der dreimalige Rallye-Weltmeister und seine Ehefrau Andrea Kaiser-Ogier sind zum ersten Mal Eltern geworden. Ihr Sohn Tim kam am 13. Juni auf die Welt – bei der Geburt wog der Nachwuchs 3.100 Gramm und war stolze 50 Zentimeter groß.

Polo im Zebra-Design

Im neuen schwarz-weißen „Zebra“-Design wurde der Polo R WRC für 2017 erstmals in der Vorwoche erfolgreich getestet. Dieter Depping, Test- und Entwicklungsfahrer von Volkswagen Motorsport, absolvierte mit dem Fahrzeug rund 150 Testkilometer auf dem Militärsperrgebiet in Baumholder. Der zweimalige Deutsche Rallye-Meister, der bereits an der Entwicklung des Polo R WRC der ersten Generation beteiligt war, spulte das Testprogramm erneut ohne Probleme ab.

Die World Rally Cars der neuen Ära werden nicht nur 55 Millimeter breiter und 25 Kilogramm leichter sein als ihre Vorgänger, sie bekommen durch mehr Freiheiten bei der aerodynamischen Gestaltung auch größere Diffusor, Frontsplitter und Heckflügel. Der 1,6-Liter-Turbomotor des Polo R WRC erhält Reglement-bedingt zwar nach wie vor einen Luftmengenbegrenzer, die Leistung steigt aber von 318 auf 380 PS. Für eine verbesserte Traktion sorgt ein elektronisches Mitteldifferenzial.

GALERIE: Test VW Polo R WRC


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