WM 2013

Demaison erlaubt neue Handbremse

Der Polo R WRC ist das erste World Rally Car, für dessen Entwicklung François-Xavier "FX" Demaison verantwortlich ist. Der Franzose ist mit dem WM-Einstieg des Teams zufrieden, sieht aber ein stetes Verbesserungspotenzial. Jetzt kommt die neue Handbremse.

<strong>UMBAU:</strong> François-Xavier "FX" Demaison lässt in Griechenland alle Polos mit der neuen Handbremse losfahren

In der kommenden Woche müssen die Teams die Herausforderung „Akropolis“ erfolgreich bestehen. Felsige, wellige Schotter-Pisten, Temperaturen von bis zu 50 Grad Celsius im Cockpit und gewaltige Staubwolken – die Rallye Griechenland gilt als ultimativer Härtetest für Mensch und Material.

 

Das Team von Volkswagen Motorsport reist bestens vorbereitet zum sechsten Lauf der Rallye-Weltmeisterschaft, der vom 31. Mai bis 2. Juni ausgetragen wird. Bei mehrtägigen Testfahrten nach der Rallye Argentinien machten sich die drei Fahrer-Duos der Wolfsburger – mit den anspruchsvollen Bedingungen in Griechenland vertraut und um mögliche Schwachstellen aufzudecken. Zwar führt man beide WM-Wertungen an, aber auch beim Polo R WRC wurden Schwachstellen entdeckt.

 

„Von dem bisherigen Verlauf dieser Saison sind wir durchaus positiv überrascht“, erklärt Cheftechniker François-Xavier „FX“ Demaison. „Mit drei Siegen und Podiumsplatzierungen bei jeder Rallye hatte bei uns im Team niemand gerechnet. Wir hatten natürlich auch mit kleineren Problemen zu kämpfen, aber die haben sich glücklicherweise nicht in schlechten Resultaten niedergeschlagen. Im Gegenteil: Bis jetzt haben wir stets gute Ergebnisse eingefahren. Das hat sicher auch mit unserer guten Vorbereitung zu tun. Im vergangenen Jahr haben wir praktisch unter allen denkbaren Bedingungen getestet. Hinter allen Ingenieuren und Mechanikern liegen nun schon zwei Jahre harter Arbeit. Insofern bin ich auf das bis jetzt Geleistete schon ein wenig stolz. Eines ist aber auch klar: Wir lernen immer noch dazu, das ist ein steter Prozess. Es werden bestimmt noch neue Probleme auf uns zukommen, von denen wir jetzt noch nichts ahnen. Das gehört im Motorsport dazu. Diese Saison ist immer noch ein Lehrjahr für uns, das uns dabei hilft, für 2014 noch besser vorbereitet zu sein.“

 

Veränderungen gibt es im Bereich der Handbremse. Hier setzt Volkswagen ab sofort in allen Autos ein hydraulisches System ein.

 

„Beim Ziehen der Handbremse erfolgte die Trennung zur Vorderachse noch nicht so schnell, wie sich das zum Beispiel Sébastien Ogier wünscht“, sagte ‚FX’. „In Griechenland setzen wir jetzt ein neues, hydraulisches System ein, das wir planmäßig und ausgiebig getestet haben bevor wir es jetzt im Wettbewerb einsetzen. Es ging hierbei um die Performance und nicht etwa um Haltbarkeit. Generell ist uns in diesem Punkt die Konkurrenz noch ein klein wenig voraus. Ganz grundsätzlich gesprochen können wir aber auch noch an der Zuverlässigkeit des Autos arbeiten, denn wir hatten in den ersten fünf Rallyes dieser Saison auch mit kleineren Kinderkrankheiten zu kämpfen. Diese gilt es zu beseitigen, wenn man um die Weltmeisterschaft fahren möchte. Und letztlich ist es im Motorsport doch so: Die Entwicklung der Fahrzeuge geht immer weiter und man kann ständig und überall etwas verbessern.“

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