Sicherheit in Mexiko: Michele Mouton reagiert auf Vorwürfe

Die erste Prüfung der Rallye Mexiko wurde wegen Sicherheitsbedenken vorzeitig abgebrochen. Fahrer und Teams kritisierten anschließend die künstliche Sprungkuppe und das sorgt bei FIA-Sicherheitsbeauftragter Michele Mouton für wenig Verständnis.

Die erste Prüfung der Rallye Mexiko wurde wegen Sicherheitsbedenken vorzeitig abgebrochen. Fahrer und Teams kritisierten anschließend die künstliche Sprungkuppe und das sorgt bei FIA-Sicherheitsbeauftragter Michele Mouton für wenig Verständnis.

Die künstliche Sprungkuppe im Ziel der ersten Mexiko-Prüfung erhitzte die Gemüter und die Reaktionen der Fahrer waren anschließend eindeutig. Im Mittelpunkt der Kritik stand auch Michele Mouton. Sie ist als Sicherheitsbeauftragte der FIA dafür zuständig, dass solche Dinge erst gar nicht passieren sollten. 

„Ich habe Bilder gesehen und mir wurde vom Veranstalter versichert, dass alles in Ordnung ist“, sagte Mouton, die bei ihrer Kontrolle der Prüfung offensichtlich nicht erkennen konnte, welche Abschussrampe die Mexikaner aufbauten. „Wenn im Vorfeld dazu kein Kommentar von den Fahrern und Teams kommt, kann man auch nicht reagieren.“ 

Trotz einiger haarsträubenden Landungen soll die Prüfung allerdings nur abgebrochen worden sein, weil Mitarbeiter des Veranstalters nach dem Sprung von Esapekka Lappi Beschädigungen an der Konstruktion entdeckten. Dass sich Zuschauer gefährlich nahe an die Landezone herangewagt hatten, war für die Offiziellen offenbar kein Grund, schon früher einzugreifen. „Da müssen wir noch genauer hinsehen und dafür Sorge tragen, dass die Veranstalter da restriktiv vorgehen“, mahnt Mouton an.


Die Französin weiter: „Die Sicherheit, gerade die der Zuschauer, steht an aller erste Stelle. Wir haben da in den vergangenen fünf Jahren sehr viel gemacht. Am Ende des vergangenen Jahres dazu einen über 100 Seiten umfassenden Katalog erstellt, darin werden unter anderem künstliche Hindernisse, wie Schikanen und Sprungkuppen definiert. Es geht dabei um Dimensionen und Platzierungen.“

Den Vorwurf, man wäre in Mexiko untätig gewesen, wollte Mouton nicht im Raum stehen lassen. „Beim Shakedown habe ich mit den Fahrern gesprochen und entschieden, dass wir den künstlichen Sprung auf der dritten Prüfung nach einer Kompression entfernen“, meinte die Französin. „Ich bin immer ansprechbar für die Fahrer und Teams, alle haben meine Nummer. Aber keiner hat sich bezüglich des Sprungs auf der ersten Prüfung gemeldet. Auch im gewohnten Hersteller-Briefing vor der Rallye hat kein Teammanager etwas dazu gesagt. Auch deshalb halte ich die Reaktionen der Fahrer für völlig daneben.“

Auch bei den Veranstaltern wird man künftig noch genauer hinschauen, wenn diese für zusätzliches Spektakel sorgen wollen. Mouton verspricht: „Wir wollen und werden verhindern, dass man sich gegenseitig überbietet.“