Rallye Mexiko nach WP18: Ogier weiter vorn - Enges Duell zwischen Evans und Tänak

Sebastien Ogier kann am zweiten Tag der Rallye Mexiko seine Führung ausbauen. Spannend wird das Rennen um den zweiten Platz. Dort holt Ott Tänak kräftig auf Elfyn Evans auf. Kris Meeke verliert durch einen Reifenschaden seine Siegchancen.

Sebastien Ogier kann am zweiten Tag der Rallye Mexiko seine Führung ausbauen. Spannend wird das Rennen um den zweiten Platz. Dort holt Ott Tänak kräftig auf Elfyn Evans auf. Kris Meeke verliert durch einen Reifenschaden seine Siegchancen.

Am Abend konnte Sebastien Ogier (Citroën) wieder lachen. „Es ist gut hier zu sein und in Führung zu liegen, das ist das Wichtigste“, meinte der Weltmeister nach einer turbulenten Etappe. Auf der ersten Tagesprüfung hatte auch er sich einen Reifenschaden eingefangen, doch der Abflug seines Teamkollegen Esapekka Lappi sorgte für den Abbruch der Prüfung und Ogier bekam vom Veranstalter eine Zeit zugeteilt. „Die war aber langsamer als die Zeit, die ich mit dem Platten gefahren wäre“, kritisierte der Franzose. „Aus meiner Sicht war der Abbruch kein Vorteil für mich.“ 

Doch Ogier musste nicht lange auf die Spitzenposition verzichten. Kris Meeke fing sich einen Reifenschaden ein und beschädigte die Aufhängung seines Toyota Yaris WRC. Meeke fiel auf den fünften Platz zurück und Ogier war wieder vorn. Selbst ein kleines Problem mit dem Differenzial auf der letzten Prüfung konnte ihn nicht mehr stoppen. Mit 27 Sekunden Vorsprung startet er in das morgige Finale. „Einen Gang zurückschalten kann ich trotzdem nicht. Die Jungs hinter mir machen ganz schön Druck.“

Die Jungs, das sind Elfyn Evans (Ford) und Ott Tänak (Toyota). Bei trennen im Duell um die zweite Position lediglich 2,2 Sekunden. „Ott konnte leider mehr aufholen, als ich wollte, aber es wird ein ganz heißer Kampf am Sonntag. Ich bin zuversichtlich, dass ich es schaffen kann“, meinte Evans.

Meeke beschuldigt Citroën

Thierry Neuville (Hyundai) liegt auf Platz vier – im „Niemandsland“ mit 46,5 Sekunden Rückstand auf das Treppchen und mehr als drei Minuten Vorsprung auf Meeke, dessen Gemüt sich am Abend wieder abgekühlt hatte. Am Mittag hatte er seinem ehemaligen Arbeitgeber Citroën vorgeworfen, den Abbruch der Prüfung provoziert zu haben, um Ogier einen Vorteil zu verschaffen. Sowohl der Veranstalter, wie auch Citroën wiesen die Vorwürfe zurück und stellten klar, dass die Entscheidung allein durch die Rallyeleitung getroffen wurde. Meeke entschuldigte sich daraufhin. 

Drei R5 in den Top 10 

Die vielen Ausfälle und Rückschläge an der Spitze spülten Lokalmatador Benito Guerra im Skoda Fabia R5 auf den sechsten Rang nach vorn. Sein Markenkollege Marco Bulacia Wilkinson fiel durch ein Technikproblem zurück, kann sich aber noch auf dem siebten Platz behaupten. Hinter ihm folgen Jari-Matti Latvala (Toyota) und Ricardo Triviño (Skoda). 

Mikkelsen und das verschlossene Tor

Das Hyundai-Duo Dani Sordo und Andreas Mikkelsen belegt die Plätze 10 und 11. Mikkelsen, der heute die Strecke eröffnen musste, hatte mit einem besonderen Problem zu kämpfen. Er stand auf WP13 plötzlich vor einem geschlossenen Viehgatter und Beifahrer Anders Jaeger musste aussteigen, um das Tor zu öffnen. „Die Veranstalter sollten eigentlich aus der Vergangenheit gelernt haben und an solchen Toren ein Streckenposten stellen“, nahm der Norweger die Sache gelassen.


Am letzten Tag der Rallye Mexiko stehen drei weitere Prüfungen mit insgesamt 60,2 Kilometern auf dem Programm. Weiter geht es um 16:03 Uhr (MEZ), die abschließende Power-Stage startet um 19:18 Uhr (MEZ).

Zwischenstand nach WP18

1.Ogier / IngrassiaCitroën C3 WRC2:57:21.4
2.Evans / MartinFord Fiesta WRC+0:27.0
3.Tänak / JärveojaToyota Yaris WRC+0:29.2
4.Neuville / GilsoulHyundai i20 WRC+1:15.7
5.Meeke / MarshallToyota Yaris WRC+4:37.1
6.Guerra / ZapataŠkoda Fabia R5+12:06.0
7.Bulacia / MarcoŠkoda Fabia R5+15:39.6
8.Latvala / AnttilaToyota Yaris WRC+16:22.4
9.Triviño / MartíŠkoda Fabia R5+21:49.6
10.Sordo / Del BarrioHyundai i20 WRC+21:59.7

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