Thierry Neuville: „10 Punkte für Lappi“

Die Bedingungen in Schweden waren dieses Mal besonders herausfordernd. Kaum ein Fahrer kam ohne einen Fehler durch. Die Einlagen von Thierry Neuville und Esapekka Lappi stechen besonders hervor, werden aber unterschiedlich bewertet.

Die Bedingungen in Schweden waren dieses Mal besonders herausfordernd. Kaum ein Fahrer kam ohne einen Fehler durch. Die Einlagen von Thierry Neuville und Esapekka Lappi stechen besonders hervor, werden aber unterschiedlich bewertet.

Thierry Neuville war im Ziel der Rallye Schweden nicht zufrieden. Der Vorjahressieger musste sich mit dem dritten Platz zufriedengeben. „Es war ein schwieriges Wochenende für uns“, fasste der Hyundai-Pilot zusammen. „Am Samstagnachmittag hatten wir beim Fahren viele Probleme und auch der Sonntag war nicht ohne. Es gab eine Menge Fehler, obwohl wir nicht bis ans Maximum gehen konnte.“

Ein Ausrutscher wird ihm dabei besonders im Gedächtnis bleiben. Auf der 14. Prüfung geriet Neuville zu heftig gegen eine Schneewand und drehte sich ein. Doch der Belgier hatte Glück. Statt in der weißen Pracht stecken zu bleiben, drehte sich das Auto einmal um die Hochachse und stand plötzlich wieder in der Fahrtrichtung. Neuville verlor nur ein paar Sekunden und kam glimpflich davon.


Esapekka Lappi hatte weniger Glück. Auf der fünften Prüfung rutschte sein Citroën C3 WRC bei hoher Geschwindigkeit nach außen und wurde in die Luft geschleuderte. Allerdings landete Lappi nicht in Fahrtrichtung, sondern musste das Auto zunächst wenden, was weitere Sekunden kostete. Wenn man sich die Bilder vom Abflug ansieht, dürfte er diesen Verlust jedoch gerne in Kauf genommen haben, denn die Nummer hätte auch anders ausgehen können. 

„Mein Dreher war Talent, der von Esapekka Lappi reines Glück“, grinste Neuville im Ziel. „Aber ich gebe ihm 10 Punkte, es sah auch sehr gut aus.“ Lappi nahm die Vorlage dankend an und erwiderte: „Ich habe ihm schon gesagt, dass sich Talent dadurch zeigt, dass man von den Schneewänden wegbleibt.“