Hat Citroën genug gearbeitet?

Endlich ist es wieder so weit: Nach rund zweimonatiger Winterpause startet die Rallye-Weltmeisterschaft in ihre neue Saison. Für Sebastien Ogier beginnt das letzte Kapitel in seiner erfolgreichen Karriere und die Premiere im Citroën C3 WRC soll erfolgreich verlaufen.

Endlich ist es wieder so weit: Nach rund zweimonatiger Winterpause startet die Rallye-Weltmeisterschaft in ihre neue Saison. Für Sebastien Ogier beginnt das letzte Kapitel in seiner erfolgreichen Karriere und die Premiere im Citroën C3 WRC soll erfolgreich verlaufen.

Die Anspannung ist groß. Für das Citroën-Team gibt es nach der Verpflichtung von Sebastien Ogier keine Ausreden mehr. Jetzt müssen Siege her und der erste Erfolg soll bereits beim Saisonauftakt eingefahren werden. 

„Wir haben seit der Rallye Monte Carlo 2018 einige erhebliche Änderungen am Auto vorgenommen“, erklärt Technikchef Olivier Maroselli und spielt auf neue Dämpfer und eine andere Fahrwerksgeometrie an. „Jetzt haben wir ein gutes Verständnis vom Basis-Setup.“

Die Techniker bemühten sich, dem C3 WRC das zum Teil zickige Fahrverhalten auszutreiben, damit die Piloten auch bei unterschiedlichen Gripleveln – wie sie typisch für die Monte sind – mit dem Auto zurechtkommen.

„Während der Tests hatten wir so gut wie jede Art von Bedingungen“, so Maroselli. „Dadurch konnten wir viele Einstellungen ausprobieren, wie auch die Überkreuz-Montage von verschiedenen Reifentypen. Wir haben auch an Möglichkeiten gearbeitet, damit die Fahrer zwischen den Prüfungen das Setup verändern können. Ich denke wir sind sehr gut vorbereitet.“ 

Vor allem auf Sebastien Ogier ruhen die Hoffnungen von Citroën. Er soll in diesem Jahr erneut um den Titel kämpfen und der Sieg bei der Rallye Monte Carlo wäre eine klare Ansage in Richtung der Konkurrenz.

Ogier mit Vorbereitung zufrieden

„Ich konnte dreieinhalb Tage testen und wir hatten die ganze Bandbreite von Bedingungen. Das war richtig gut“, freute sich Ogier, der die Monte bereits sechs Mal gewinnen konnte. „Das Gefühl ist gut, aber es ist immer schwierig seinen Leistungsstand einzuschätzen, wenn man zum ersten Mal mit seinem neuen Auto antritt.“

Die Monte ist nicht nur die berühmteste Rallye der Welt, sie ist auch eine der schwierigsten. Nirgendwo sonst können die Witterungsbedingungen derart wechselhaft sein wie in den Seealpen. Von Frost über Schnee und Schneematsch bis hin zu trockenem und eisbedecktem Asphalt ist alles möglich. Oft verändern sich die Verhältnisse sogar innerhalb von nur wenigen Kilometern auf ein und der selben Wertungsprüfung.

„Diese Rallye gewinnt man nur mit einer cleveren Fahrweise. Es gibt so viele Stellen, an denen man abfliegen kann“, sagt Ogier, der vor 35 Jahren im Startort Gap auf die Welt kam. „Bislang lief es für uns immer gut und ich hoffe, dass mir meine Erfahrungen erneut helfen werden.“