Rallye Deutschland nach WP4: Tänak spielt mit Gegnern

Zur Mittagspause am Freitag führt Toyota-Pilot Ott Tänak schon mit über sieben Sekunden. Skoda-Junior Fabian Kreim verliert über eine Minute durch Reifenschaden

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Zur Mittagspause am Freitag führt Toyota-Pilot Ott Tänak schon mit über sieben Sekunden. Skoda-Junior Fabian Kreim verliert über eine Minute durch Reifenschaden

Die Konkurrenten können nur den Hut ziehen. „Im Moment habe ich keine Antwort auf Otts Tempo“, gab Weltmeister Sébastien Ogier bei der Einfahrt in die Mittagspause zu. Nach vier Wertungsprüfungen hat er bereits 7,2 Sekunden Rückstand auf Toyota-Pilot Ott Tänak. Der streute sogar noch Salz in die Wunden der Konkurrenten. „In der ersten Prüfung hat mir noch ein wenig das Vertrauen in mein Auto gefehlt. Danach lief eigentlich alles ganz locker“, behauptete der Vorjahressieger. Mit zwei Bestzeiten in Folge nahm Tänak Ford-Pilot Ogier mal eben acht Sekunden ab.

Auch Tabellenführer Thierry Neuville hatte kein Gegenmittel gegen Tänak. Knapp elf Sekunden fehlen dem Belgier bereits auf den Spitzenreiter. Im Ziel von WP2 sorgte außerdem Neuvilles Auto kurzzeitig für Panik am Hyundai-Kommandostand – Ölqualm verhieß nichts Gutes. „Das war nur eine undichte Leitung, die haben wir mit Bordmitteln in den Griff bekommen“, beruhigte Neuville seine Mannschaft.

Für größere Adrenalinschübe bei den Teams ab Startposition zehn sorgte ein Regenschauer im Verlauf der WP3. „Ich hatte ganz schön mit Aquaplaning zu kämpfen“, berichtete Marijan Griebel von den ersten WM-Kilometern im World Rally Car. „Wenn da was beim Bremsen schief gegangen wäre, wäre ich auf der anderen Seite der Mosel zum Stehen gekommen.“  Auf Rang 12 liegt Griebel zur Halbzeit am Freitag genau vor WRC2-Spitzenreiter Jan Kopecký und damit im selbst gesteckten Soll.

Nicht ganz nach Plan lief es dagegen bei Fabian Kreim. Der zweimalige Deutsche Meister fing sich in WP2 einen schleichenden Plattfuß auf der Vorderachse ein. „Auf einmal ging’s beim Anbremsen geradeaus weiter, zum Glück war da ein Notausgang“, erzählte der Skoda-Pilot. Bei noch rund fünf verbleibenden Kilometern entschied sich Kreim fürs Weiterfahren, „nur“ 1.17 Minuten Zeitverlust auf WRC2-Spitzenreiter Kopecký waren die Folge. Kreim antwortete zwar schon eine Prüfung später mit einer WRC2-Bestzeit. Mehr als eine Minute Rückstand in der Zwischenwertung lassen das angepeilte Top-5-Ergebnis aber in ziemlich weiter Ferne rücken.

Zwischenstand nach WP4

1. Tänak / Järveoja Toyota Yaris WRC 30:35.0
2. Ogier / Ingrassia Ford Fiesta WRC +0:07.2
3. Neuville / Gilsoul Hyundai i20 WRC +0:10.9
4. Lappi / Ferm Toyota Yaris WRC +0:19.7
5. Sordo / Del Barrio Hyundai i20 WRC +0:21.8
6. Latvala / Anttila Toyota Yaris WRC +0:22.4
7. Evans / Barritt Ford Fiesta WRC +0:23.5
8. Mikkelsen / Jæger Hyundai i20 WRC +0:34.7
9. Breen / Martin Citroën C3 WRC +0:36.2
10. Östberg / Eriksen Citroën C3 WRC +0:40.3

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