Neuville: Sieg und Vertragsverlängerung?

Es läuft gut für Thierry Neuville. Der Belgier führt die Rallye-Weltmeisterschaft an und scheint sich mit seinem Arbeitgeber Hyundai auch über die gemeinsame Zukunft weitgehend einig zu sein. Die Vertragsverlängerung dürfte bald unter Dach und Fach sein.

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Es läuft gut für Thierry Neuville. Der Belgier führt die Rallye-Weltmeisterschaft an und scheint sich mit seinem Arbeitgeber Hyundai auch über die gemeinsame Zukunft weitgehend einig zu sein. Die Vertragsverlängerung dürfte bald unter Dach und Fach sein.

In einer ungewohnten Rolle geht Thierry Neuville am Donnerstagabend an den Start der Rallye Deutschland. In diesem Jahr ist der Belgier aus der deutschsprachigen Gemeinde Sankt Vith als WM-Spitzenreiter ins Saarland gereist. Sein Hauptrivale, der fünffache Weltmeister Sebastien Ogier, muss angreifen, um den Titelkampf offenzuhalten. 

„Natürlich ist das kein Grund, sich auszuruhen. Im Gegenteil: Ich werde alles geben und angreifen. Vor allem die langen Prüfungen wie auf der Panzerplatte oder die neue Weinberg-Prüfung am Sonntag, erfordern viel Konzentration und ein zuverlässiges Auto, was wir mit dem Hyundai i20 WRC zweifellos haben“, meinte Neuville, der aber noch seinen Ausfall im Vorjahr im Hinterkopf haben dürfte, als er die Aufhängung des linken Hinterrads seines Auto an einer Betonkante auf eben jener Panzerplatte zerstörte und damit jede Chance auf das Podium verlor.

Um in Deutschland konkurrenzfähig zu sein, hat Hyundai noch einmal intensiv am Fahrwerk und den Differenzialen des i20 gearbeitet, um die Balance des Autos zu verbessern. „Wir haben zu Beginn der Saison auf Korsika auf Asphalt ein paar Probleme“, gibt Teamchef Michel Nandan zu und fiebert wie Neuville dem Start entgegen. „Nach vier aufeinander folgenden Schotterrallyes wird es schön sein, wieder auf Asphalt zu kommen“, so Neuville. „Nach einem frustrierenden Wochenende in Finnland führe ich immer noch die Meisterschaft an und bin bereit, in Deutschland wieder an die Spitze zu kommen.“ 

Hyundai mit gleicher Besetzung 2019?

Ein gutes Ergebnis in Deutschland könnte Neuville den Weg zum ersten Titel ebnen und die fünfjährige Zusammenarbeit mit Hyundai krönen. Nachdem diese nach einer Schwächephase vor drei Jahren kurz vor der Trennung stand, haben sich beide Seiten wieder zusammengerauft und sorgen nun für die Erfolge, die man von Anfang an erhofft hatte. 

Bislang steht nur Andreas Mikkelsen als Hyundai-Werksfahrer für 2019 fest, doch hinter den Kulissen sollen sich Neuville und sein jetziger Arbeitgeber so gut wie handelseinig sein. Die Unterschriften sind mehr oder weniger nur noch eine Formalität. Zwar hatte Citroën die Fühler ausgestreckt, doch das knappe Budget der Franzosen und die finanziellen Forderungen von Neuville scheinen nicht kompatibel gewesen zu sein. 

Auch im dritten Werks-Hyundai wird sich wohl nichts tun. Die seit Saisonbeginn zum ‚Car-Sharing’ verdammten Dani Sordo und Hayden Paddon haben sich mit ihrer Rolle und jeweils nur sieben Saisonläufen angefreundet. Der Spanier will seine Karriere langsam ausklingen lassen, der Neuseeländer seine in vertrauter Umgebung wieder ankurbeln.