Wilson: „Ogier wird nicht aufgeben“

Thierry Neuville sorgte vor der Sommerpause für eine Trendwende in der Rallye-Weltmeisterschaft und übernahm die Führung in der Gesamtwertung. Aber Konkurrent M-Sport will ab Finnland wieder zurückschlagen.

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Thierry Neuville sorgte vor der Sommerpause für eine Trendwende in der Rallye-Weltmeisterschaft und übernahm die Führung in der Gesamtwertung. Aber Konkurrent M-Sport will ab Finnland wieder zurückschlagen.

Machtwechsel in der Rallye-Weltmeisterschaft, oder nur ein zwischenzeitliches Tief von Sebastien Ogier? Mit 27 Punkten Rückstand ist der Franzose aktuell nur Zweiter in der Gesamtwertung und findet sich in der ungewohnten Rolle des Jägers wieder. Sechs Läufe gilt es in diesem Jahr noch zu absolvieren und M-Sport Chef Malcolm Wilson ist zuversichtlich, dass Ogier es noch immer schaffen kann, seinen sechsten WM-Titel zu erzielen.

„Anhand der früheren Zusammenarbeit und seiner Leistung im vergangenen Jahr, haben wir gesehen, wie stark und konkurrenzfähig Thierry Neuville ist. Aktuell hat er einen guten Vorsprung“, erklärt Wilson. „Was wir aber auch über Sebastien Ogier wissen ist, dass er weiß, wie man Meisterschaften gewinnt. Natürlich werden wir nicht aufgeben und ich weiß, dass er es ebenso nicht tun wird. Wir müssen nur sichergehen, dass jeder zu jederzeit 100 Prozent gibt.“

Zur Rallye Finnland plant M-Sport den Einsatz eines neuen Aerodynamik-Pakets um die Konkurrenzfähigkeit des Fiesta WRC zu erhöhen. „Wir haben einen Test geplant und wenn alles gut verläuft, werden wir einige Verbesserungen am Auto vornehmen“, sagt Wilson.

Ogier kehrt mit keinen guten Erinnerungen nach Finnland zurück. Im Vorjahr brach die Aufhängung nach einem gewaltigen Sprung und der Weltmeister knallte anschließend gegen einen Baum. Beifahrer Julien Ingrassia zog sich eine Gehirnerschütterung zu und der Neustart am nächsten Tag musste abgesagt werden.  „Ja, Sebastien hatte im vergangenen Jahr hier einige Probleme, doch unsere Fahrzeuge waren sehr konkurrenzfähig. Also sehe ich kein Problem, weshalb wir nicht auch in diesem Jahr gut abschneiden sollten“, so Wilson.