Safari-Rallye auf dem Sprung in die Weltmeisterschaft

Im kommenden Jahr wird die Safari-Rallye in Kenia als offizieller Kandidatenlauf für den Aufstieg in die Weltmeisterschaft ausgetragen. Die Tür in die Topliga steht für die Veranstalter ganz weit offen.

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  • Zum letzten Mal fand die Safari-Rallye 2002 als WM-Lauf statt

Im kommenden Jahr wird die Safari-Rallye in Kenia als offizieller Kandidatenlauf für den Aufstieg in die Weltmeisterschaft ausgetragen. Die Tür in die Topliga steht für die Veranstalter ganz weit offen.

Kein Geringerer als FIA-Chef Jean Todt gab heute bekannt, dass die Safari-Rallye im kommenden Jahr als Kandidatenlauf für die Weltmeisterschaft ausgetragen wird. Eine entsprechende Vereinbarung zwischen der Regierung Kenias und dem WM-Promoter wurde in Paris unterzeichnet.

„Ich hoffe, dass wir dadurch den Motorsport und die Sicherheit auf den Straßen Afrikas fördern können“, erklärte Todt.

Der Status als sogenannter Kandidatenlauf ist aber noch keine Garantie auf eine anschließende Erteilung des erhofften WM-Prädikats, auch wenn dadurch der politische Einfluss der FIA auf dem Kontinent gestärkt werden könnte. Zunächst müssen die Veranstalter beweisen, dass sie die heutigen Standards einhalten können, vor allem was das wichtige Thema ‚Zuschauersicherheit‘ angeht.

„Es geht hier um eine moderne Safari-Rallye“, erklärte WM-Promoter Oliver Ciesla. „Die traditionellen Wertungsabschnitte über nicht abgesperrte Straßen wurden durch Wertungsprüfungen auf Privatgelände ersetzt und ein umfassendes Sicherheitskonzept dient als Unterstützung. Das bedeutet aber nicht, dass die Herausforderung fehlt. Die Schotterstrecken sind anspruchsvoll und wir können uns auf tolle Bilder aus Afrika freuen.“

Sollte die Generalprobe im März oder April erfolgreich über die Bühne gehen, dann wird die Safari-Rallye von 2020 bis 2023 Teil der Topliga sein. „Unsere Regierung steht voll hinter der Veranstaltung und wir werden alles dafür tun, dass diese großartige Rallye wieder in die Weltmeisterschaft zurückkommt“, sagte Rallye-Chef Phineas Kimathi.


Im Beisein von FIA-Präsident Jean Todt und FIA-Rallye-Direktor Yves Matton unterzeichnete WM-Promoter Oliver Ciesla die Vereinbarung mit den Vertretern der Safari-Rallye

Mit der heutigen Bekanntgabe kommt weitere Bewegung in die geplante Umgestaltung des WM-Kalenders, denn trotz der Ankündigung vieler neuer Länder ist die Türkei bislang der einzige neue WM-Lauf im Kalender seit acht Jahren.