Shakedown künftig am Freitagmorgen?

Die Rallye-Weltmeisterschaft wird anwachsen. Damit die Kosten durch den Ausbau nicht aus dem Ruder laufen, werden verschiedene Einsparpotenziale diskutiert. Dabei geht es auch um den Ablauf einer Veranstaltung.

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Die Rallye-Weltmeisterschaft wird anwachsen. Damit die Kosten durch den Ausbau nicht aus dem Ruder laufen, werden verschiedene Einsparpotenziale diskutiert. Dabei geht es auch um den Ablauf einer Veranstaltung.

Die besten Chancen für den Aufstieg in die Rallye-Weltmeisterschaft 2019 hat Chile. Der Andenstaat lieferte im April eine blitzsaubere Generalprobe und passt optimal in die Expansionspläne von FIA und WM-Promoter. Die Richtung ist klar: Mittelfristig sollen sich europäische WM-Läufe und Veranstaltung in Übersee die Waage halten.

Die Hersteller stehen diesem Weg offen gegenüber, betonen aber gleichzeitig, dass die Kosten nicht ausufern dürfen. Entsprechend intensiv wird über Einsparmöglichkeiten nachgedacht. Neben der Reduzierung der Tests steht auch eine Straffung des Ablaufs einer Veranstaltung zur Diskussion.  

Dabei scheint die Reduzierung von drei auf zwei Rallyetage keine große Rolle mehr zu spielen, denn dadurch würden sich lediglich zehn Prozent der Kosten einsparen. Das steht nach Ansicht von fast allen Beteiligten in keiner Relation. Außerdem möchte der WM-Promoter den Sonntag unbedingt beibehalten, schon allein wegen der TV-kompatiblen ‚Power-Stage‘ die als krönender Abschluss für möglichst viele Live-Übertragungen sorgen soll. 

Mehr Gehör verschafft sich deshalb der Vorschlag von Toyota-Teammanger Kaj Lindström. Er möchte die Aktivitäten am Mittwoch und Donnerstag zusammenlegen. Der Shakedown soll dann auf den Freitagvormittag verlegt werden und der Start erst am späten Nachmittag stattfinden. „Man könnte anschließend sogar in die Nacht hineinfahren“, erklärte Lindström und stieß mit dieser Idee größtenteils auf offene Ohren.  

Zusätzliche Einsparungen könnte die weitere Einschränkung von Teilen bringen. Allerdings droht auf der technischen Seite zusätzlicher Aufwand, denn FIA-Präsident Jean Todt drängt vehement auf die Einführung von Hybrid-Technik