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Rallye Sardinien nach WP16: Duell der Giganten

Die Rallye Sardinien steuert auf ein Finale der Extraklasse zu. Nach der zweiten Etappe liegen Sebastien Ogier und Thierry Neuville an der Spitze – beide Titelkontrahenten trennen gerade einmal 3,9 Sekunden.

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  • Auf dem Sprung zum nächsten Sieg? Thierry Neuville muss noch an Seb Ogier vorbei

Die Rallye Sardinien steuert auf ein Finale der Extraklasse zu. Nach der zweiten Etappe liegen Sebastien Ogier und Thierry Neuville an der Spitze – beide Titelkontrahenten trennen gerade einmal 3,9 Sekunden.

Mit einem Vorsprung von lediglich 3,9 Sekunden startet Sebastien Ogier (Ford) in die morgige Schlussetappe der Rallye Sardinien. Der Weltmeister konnte sich am Nachmittag nicht vorentscheidend von seinem Verfolger Thierry Neuville (Hyundai) absetzen, dem vor der Mittagspause das Kunststück gelungen war, Ogier auf einer einzigen Prüfung fast 15 Sekunden abzunehmen. Der Abstand zwischen den beiden hätte noch geringer ausfallen können, doch Neuville fing sich auf WP14 einen Reifenschaden vorne rechts ein und musste anschließend aufpassen, sich keinen weiteren Platten einzufangen.

„Es geht eng zur Sache und der Nachmittag hat richtig Spaß gemacht“, freute sich Ogier über den Zweikampf mit Neuville. Der Belgier kündigte für Sonntag an: „Wir wollen versuchen zu gewinnen!“

Spannend hätte es auch im Duell um die dritte Position werden können. Jari-Matti Latvala und Esapekka Lappi trennten im Kampf um den letzten Podiumsplatz lediglich 5,3 Sekunden. Doch auf dem Weg von der letzten Tagesprüfung zurück in den Serviceplatz blieb der Yaris WRC von Latvala wegen einer defekten Lichtmaschine liegen. Der Finne beendete den Tag unter Rally2-Reglement, was eine Zeitstrafe von zehn Minuten bedeutete, er fiel vom dritten auf den achten Platz zurück. 

„Wir haben auf der Prüfung einen Stein getroffen, seitdem hat die Lichtmaschine nicht mehr funktioniert und nun ist die Batterie alle“, ärgerte sich Latvala. „Ich kann meine Enttäuschung kaum in Worte fassen.“

Zur Sache geht es dagegen im Kampf hinter dem Podium. Hayden Paddon (Hyundai) ist nach dem Latvala-Pech neuer Vierter, doch Mads Östberg (Citroën) liegt nur 2,1 Sekunden hinter ihm. „Obwohl wir heute Nachmittag auf Nummer sicher gegangen sind und zwei Ersatzreifen einpackten, konnten wir uns doch in eine gute Position für das Finale bringen. Es wird ein aufregender Sonntag und ich kann es kaum erwarten, dass es wieder los geht“, freute sich Östberg.

In der WRC2 ist die Entscheidung nach dem Ausfall von Stephane Lefebvre (Citroën) wegen eines Aufhängungsschadens gefallen. Skoda-Werkspilot Jan Kopecky führt mit über drei Minuten das Feld souverän an.

Die Sonntagsetappe führt über 42,94 WP-Kilometer, verteilt auf vier Prüfungen. Auf der abschließenden Power Stage können sich die fünf schnellsten Crews bis zu fünf zusätzliche WM-Punkte sichern. Weiter geht es ab 8:45 Uhr.

Zwischenstand nach WP16

1.Ogier / IngrassiaFord Fiesta WRC3:02:16.9
2.Neuville / GilsoulHyundai i20 Coupe WRC+0:03.9
3.Lappi / FermToyota Yaris WRC+0:54.2
4.Paddon / MarshallHyundai i20 Coupe WRC+2:01.8
5.Östberg / EriksenCitroën C3 WRC+2:03.9
6.Breen / MartinCitroën C3 WRC+3:13.6
7.Kopecky / DreslerŠkoda Fabia R5+10:41.4
8.Latvala / AnttilaToyota Yaris WRC+10:48.3
9.Tänak / JärveojaToyota Yaris WRC+12:27.4
10.Prokop / TománekFord Fiesta RS WRC+13:02.1

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