Rallye Sardinien nach WP9: Ogier nach turbulenter Schleife vorn

Etliche Ausfälle und ein neuer Spitzenreiter. Die zweite Schleife der heutigen Sardinien-Etappe hielt jede Menge Überraschungen bereit.

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Etliche Ausfälle und ein neuer Spitzenreiter. Die zweite Schleife der heutigen Sardinien-Etappe hielt jede Menge Überraschungen bereit.

Zur Mittagspause lag Sebastien Ogier noch zurück, doch mit einer beeindruckenden Bestzeit auf der sechsten Prüfung drehte er den Spieß um und setzte sich an die Spitze der Rallye Sardinien. Hinter ihm platzieren sich Thierry Neuville und Jari-Matti Latvala auf den weiteren Podiumsplätzen.

„Vielleicht war ich heute morgen noch nicht bereit, volles Risiko einzugehen, aber ich wusste, dass ich nachlegen muss, um in einer guten Position für den zweiten Tag zu sein“, sagte Ogier. „Die erste Prüfung des Nachmittags war dann eine echte Herausforderung und unter diesen Bedingungen ist es schwierig einen Rhythmus zu finden. Man weiß nie, ob man 20 Sekunden verloren, oder 20 Sekunden gewonnen hat. Als wir ins Ziel kamen und unsere Zeit sahen war es eine schöne Überraschung.“

Weniger Grund zur Freude gab es für andere Fahrer. Andreas Mikkelsen bremste ein Getriebeschaden aus und er musste auf der siebten Prüfung aufgeben. Brenzlig im wahrsten Sinne des Wortes: Der Norweger parkte sein Auto in der Nähe eines Strohballens, der fing durch die heißen Auspuffgase Feuer, doch Streckenposten konnten den Brand rechtzeitig löschen, ehe die Flammen auf das Auto übergriffen.

Ott Tänak landete nach einer Sprungkuppe zu hart mit der Front seines Autos, kurze Zeit später musste er seinen Yaris abstellen. Teemu Suninen steuerte eine langsame Kurvenpassage zu schnell an und rutschte von der Strecke.

Auch Thierry Neuville kam nicht schadlos ins Ziel. Auf der neunten Prüfung geriet er zu weit nach außen und riss sich dabei den Heckflügel ab. Anschließend verpasste er noch einen Abzweig, das summierte sich zu einem Rückstand von 18,9 Sekunden.

Nutznießer des chaotischen Nachmittags war Esapekka Lappi, der auf den vierten Rang nach vorne rutschte. Hinter ihm duellieren sich Mads Östberg und Hayden Paddon um den fünften Platz. Craig Breen ist Siebter, gefolgt von WRC2-Spitzenreiter Stephane Lefebvre.

Der Samstag ist mit rund 147 WP-Kilometern der längste der gesamten Rallye. Dann nehmen die Teams sieben Prüfungen unter die Räder.

Zwischenstand nach WP9

1.Ogier / IngrassiaFord Fiesta WRC1:35:56.9
2.Neuville / GilsoulHyundai i20 Coupe WRC+0:18.9
3.Latvala / AnttilaToyota Yaris WRC+0:37.2
4.Lappi / FermToyota Yaris WRC+0:41.6
5.Östberg / EriksenCitroën C3 WRC+0:58.3
6.Paddon / MarshallHyundai i20 Coupe WRC+1:01.5
7.Breen / MartinCitroën C3 WRC+1:26.0
8.Lefebvre / MoreauCitroën C3 R5+4:02.9
9.Kopecky / DreslerŠkoda Fabia R5+4:16.9
10.Ciamin / HayeHyundai i20 R5+5:20.7