Ohne sie läuft nichts beim WM-Lauf ...

In die Planung und Durchführung der Rallye Deutschland sind alle 18 Regionalclubs des ADAC eingebunden. Auch in diesem Jahr werden rund 3.000 ehrenamtliche Helfer vor Ort im Einsatz sein. Der deutsche WM-Lauf ist damit die größte motorsportliche Gemeinschaftsleistung des ADAC.

| Autor: 

In die Planung und Durchführung der Rallye Deutschland sind alle 18 Regionalclubs des ADAC eingebunden. Auch in diesem Jahr werden rund 3.000 ehrenamtliche Helfer vor Ort im Einsatz sein. Der deutsche WM-Lauf ist damit die größte motorsportliche Gemeinschaftsleistung des ADAC.

Einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg der Rallye Deutschland leisten die Sportwarte. In diesem Jahr werden erneut rund 2.000 dieser speziell ausgebildeten Helfer als Streckenposten benötigt, um die 18 Wertungsprüfungen (WP) mit einer Gesamtlänge von rund 330 Kilometern zu betreuen.

Um eine Wertungsprüfung optimal abzusichern, ist eine möglichst engmaschige Besetzung mit Streckenposten und Funkposten unerlässlich. Dabei wird stets im Team gearbeitet, das heißt, es sind immer mindestens zwei Sportwarte gemeinsam an einem Posten eingesetzt. Die Koordination aller Helfer erfolgt durch den WP-Leiter, dessen Motorsportclub meist auch federführend für die jeweilige Prüfung ist.

Handelt es sich um besonders lange Strecken, sind dabei nicht selten über 300 Streckenposten und mehr als 40 Funkposten gleichzeitig im Einsatz. Neben der langen Panzerplattenprüfung (18. August) trifft dies in diesem Jahr zum Beispiel auch auf die fast 30 Kilometer lange WP Grafschaft am Rallye-Sonntag (19. August) zu, die vom Automobilsportclub Melsungen e.V. im ADAC betreut wird. Neben den Sportwarten umfasst der Kreis der ehrenamtlichen Helfer allein für diese WP noch drei Sanitätsstationen, drei mobile Arzttrupps und mehr als 100 Feuerwehrkräfte, die ebenfalls durch die WP-Leitung des Clubs koordiniert werden.

Langer Arbeitsstag

Die Tätigkeit als Streckenposten bei der Rallye Deutschland ist mit langen Einsatzzeiten verbunden: Bereits drei bis vier Stunden vor der Durchfahrt des ersten Rallye-Fahrzeugs werden sie von ihren jeweiligen WP-Leitern in ihre Aufgaben eingewiesen und beziehen ihre Positionen entlang der Strecke. Da eine Wertungsprüfung in der Regel einmal am Vormittag und einmal am Nachmittag gefahren wird, bedeutet dies über den gesamten Tag hinweg vollen Einsatz für die Streckenposten. Auch der Auf- und Abbau der WPs mit der kompletten Beschilderung und den diversen Sicherungsmaßnahmen werden von den Clubs und seinen Mitgliedern gestemmt. Zur Bewältigung dieser Aufgaben arbeiten bei der Rallye Deutschland in diesem Jahr wieder rund 70 im ADAC organisierte Orts- und Motorsportclubs zusammen. 

Die Ausbildung zum Sportwart ist für ADAC Mitglieder kostenfrei. Das Mindestalter beträgt 18 Jahre. Mit entsprechender Erfahrung ist ab einem Alter von 20 Jahren eine zusätzliche Weiterbildung zum WP-Leiter möglich.

Die ehrenamtlichen Sportwarte der Rallye Deutschland genießen noch ein besonderes Privileg: Wer bei der Rallye Deutschland im Einsatz ist, hat außerhalb der eigenen Einsatzzeiten mit seinem Marshall-Ausweis freien Zugang zu allen anderen Wertungsprüfungen der Veranstaltung. Interessenten für eine Ausbildung zum Sportwart wenden sich am besten an einen im ADAC organisierten Orts- und Motorsportclub (www.adac.de/adac_vor_ort)

WEITERLESEN: Rallye Deutschland 2018 - Das ist neu ...