Warum an ein Loeb-Vollzeit-Comeback nicht zu denken ist

Die Rückkehr von Sebastien Loeb in die Rallye-Weltmeisterschaft war abgesehen von Craig Breen für alle ein Gewinn. Der Ex-Champion sorgte für viele Schlagzeilen und einen Motivationsschub im Citroën-Team. An Vollzeit-Comeback ist nicht jedoch zu denken. Loeb hat klare Prioritäten.

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  • Sebastien Loeb konzentriert sich weiterhin voll auf die Rallycross-WM

Die Rückkehr von Sebastien Loeb in die Rallye-Weltmeisterschaft war abgesehen von Craig Breen für alle ein Gewinn. Der Ex-Champion sorgte für viele Schlagzeilen und einen Motivationsschub im Citroën-Team. An Vollzeit-Comeback ist nicht jedoch zu denken. Loeb hat klare Prioritäten.

Mexiko, Korsika und Spanien. Diese drei WM-Läufe hatte sich Sebastien Loeb für seine Rückkehr ins Citroën-Werksteam ausgesucht. Viele vermuteten einen klugen Schachzug des Ex-Weltmeisters, denn in Mexiko und Spanien würde ihm die späte Startposition enorm helfen, doch Loeb winkte ab: „Andere Rallyes schieden aus, denn sie überschnitten sich mit meinen Einsätzen in der Rallycross-WM und diese hat für mich Priorität.“ 

Überhaupt ist der Zeitplan von Loeb enggesteckt. Gestern kehrte er aus Mexiko zurück, um sofort wieder die Koffer zu packen. Am Wochenende wird er in Silverstone ein Rallycross-Rennen bestreiten und am Sonntag direkt nach Bangkok weiterfliegen, um dort PR-Auftritte für den PSA-Konzern zu absolvieren.

Aus Asien geht die Reise zurück nach Korsika, dort stehen am Donnerstag und Freitag zwei Testtage auf dem Programm. Anschließend muss Loeb einen Erlebnispark eröffnen, dann folgen weitere Rallycross-Tests, die am Montag nach der Rallye Korsika (5. bis 8. April) fortgesetzt werden, damit Loeb bereit für den WRX-Auftakt in Barcelona (13. Bis 15. April) ist. An ein paar freie Tage mit der Familie ist vorerst nicht zu denken. Diese sind jedoch fest im August eingeplant, ausgerechnet wenn die Rallye Deutschland stattfindet. 

„Ich weiß noch sehr genau, warum ich damals aus der Rallye-Weltmeisterschaft ausgestiegen bin“, sagte Loeb, der damals den Reisestress als den Hauptgrund angab. „Daran hat sich nichts geändert. Ein volles Comeback ist nicht mein Plan für die Zukunft.“