Kris Meeke: Neue Motivation im Citroën-Team

Nach der Rallye Mexiko ging Kris Meeke hart mit sich ins Gericht. Seinen Vorjahressieg konnte er wegen einiger Schnitzer nicht wiederholen. Aber nicht nur die Rückkehr von Sebastien Loeb lässt den Nordiren für den weiteren Saisonverlauf hoffen.

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Nach der Rallye Mexiko ging Kris Meeke hart mit sich ins Gericht. Seinen Vorjahressieg konnte er wegen einiger Schnitzer nicht wiederholen. Aber nicht nur die Rückkehr von Sebastien Loeb lässt den Nordiren für den weiteren Saisonverlauf hoffen.

Beim Saisonauftakt in Monte Carlo sprach ihm PSA-Konzernchef Carlos Tavares höchstpersönlich das Vertrauen aus. „Wir brauchen keinen Sebastien Ogier, wir haben einen Kris Meeke“, erklärte der mächtige Portugiese. Diese Worte dürften Balsam auf der Seele von Meeke gewesen sein, der nach einem verkorksten Jahr ebenfalls in die Schusslinie geraten war.

In Mexiko wollte Meeke seinen Vorjahressieg wiederholen und das in ihn gesetzte Vertrauen zurückzahlen, doch erneut leistete er sich einige Schnitzer. Unter anderem am letzten Tag, als er in einer harmlosen Linkskurve nach außen rutschte und sich dort auf die Beifahrerseite abrollte. Am Ende sprang mit Platz drei die erste Podiumsplatzierung des Jahres für ihn heraus, doch Meeke konnte sich nicht wirklich freuen. 

„Um ehrlich zu sein, war das kein sauberes Wochenende für mich. Es passierten einfach zu viele kleine Sachen. Das Auto war gut genug für einen Sieg, die Startposition passte und ich hatte auch das nötige Tempo. Trotzdem war ich einfach nicht gut genug“, urteilte Meeke. „Noch nie war ich wegen eines dritten Platz so frustriert.“

Aber es gibt auch positive Dinge zu berichten. Sebastien Loeb kehrte zurück und sorgte für einen Motivationsschub im Citroën-Team. „Ich denke es ist ähnlich wie bei Seb (Ogier) und M-Sport“, erklärte Meeke. „Man hat einen mehrfachen Weltmeister dabei und das zieht jeden mit. Seb (Loeb) ist ein König im Rallyesport. Er besitzt eine gewaltige Präsenz und es ist toll, ihn dabei zu haben. Das ganze Team bekam neue Energie und das hat man am Wochenende gespürt.“

Loeb verpasste durch einen Reifenschaden den möglichen Sieg und Citroën musste sich mit 25 Punkten für die Herstellerwertung zufriedengeben. „Er machte einen Fehler und ich machte einen Fehler. Wir hätten locker beide Autos auf dem Podium haben können“, meinte Meeke, der seine Mannschaft jedoch auf dem Weg nach vorne sieht. „Wir hatten einige personelle Veränderungen im Team und es gab einen großen Umbruch innerhalb von PSA Motorsport. Es brauchte seine Zeit, ehe sich alles gelegt hatte. Doch jetzt geht es los und Pierre Budar (Citroën-Teamchef) macht einen großartigen Job. Die Motivation ist da, es gibt Verbesserungen im Auto und jeder hat eine andere Einstellung. Es wird bei den nächsten Rallyes weitere Entwicklungen für das Fahrzeug geben und wir freuen uns auf den Rest der Saison.“