Thierry Neuville: „Mexiko wird hart“

Mit dem Sieg in Schweden übernahm Thierry Neuville zum ersten Mal die Führung in der Rallye Weltmeisterschaft. Das bedeutet aber auch, der Belgier muss jetzt in Mexiko als erster Fahrer auf die Strecke.

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Mit dem Sieg in Schweden übernahm Thierry Neuville zum ersten Mal die Führung in der Rallye Weltmeisterschaft. Das bedeutet aber auch, der Belgier muss jetzt in Mexiko als erster Fahrer auf die Strecke.

Thierry Neuville beschert Hyundai den ersten Sieg in Schweden und übernimmt die Führung in der Weltmeisterschaft. Nach der dritten Wertungsprüfung hatten der Belgier und sein Beifahrer Nicolas Gilsoul die Führung erobert und diese bis ins Ziel behauptet. „Die Bedingungen am Freitag haben es den ersten Fahrzeugen schwer gemacht. Wir konnten als Fünfte auf der Strecke aber angreifen und uns absetzen“, erklärte Neuville. 

Auf dem Weg zum Erfolg musste aber auch der Belgier einige Schrecksekunden überstehen. Am ersten Tag sorgte kurzzeitig ein Schaltproblem für Anspannung, bei einem Dreher am Samstag verlor er eine weitere Stoßstange seines Hyundai i20 WRC und auf der berühmten Sprungkuppe 'Colins Crest' hätte er sich beinahe überschlagen. Zu Beginn der dritten Etappe musste er noch einen letzten Angriff von Craig Breen abwehren.  „Wenn ich am Sonntagmorgen in Führung liege, dann verliere ich normalerweise immer ein wenig Zeit. Ich war eben zu vorsichtig, habe aber umgehend reagiert“, meinte Neuville.

Jetzt muss er sich an seine neue Rolle als WM-Spitzenreiter gewöhnen und bekommt beim anstehenden Lauf in Mexiko die ungeliebte Rolle des Straßenkehrers zugeteilt. „Die Rallye wird hart, aber so ist das Spiel und so sind die Regeln“, sagte Neuville. „Ich freue mich trotzdem sehr darauf, auch wenn ich weiß, dass ein Podiumsplatz sehr schwierig werden wird.“

Als erster Fahrer auf die Strecke zu müssen, kann aber auch ein Vorteil sein. Das wird sich anschließend auf Korsika zeigen, wenn die vorderen Starter saubere Asphaltstrecken vorfinden. Neuville hofft deshalb, dass sein aktueller Vorsprung von zehn Punkten ausreichen wird, um trotz des Nachteils in Mexiko die Weltmeisterschaft weiter anzuführen: „Wenn wir dort als Spitzenreiter abreisen, dann wird Korsika etwas Besonderes.“