Östberg: „Ziel ist es, der beste Citroën-Fahrer zu sein“

Mads Östberg kehrt in das Citroën-Werksteam zurück. Viel Zeit um sich auf die Premiere in Schweden vorzubereiten, bleibt dem Norweger dabei nicht. Noch weniger, um sich dauerhaft bei den Franzosen zu etablieren. Doch er will seine Minimal-Chance nutzen.

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  • Den Panzer im Hintergrund hätte Mads Östberg für die Rückfahrt zum Flughafen gebraucht

Mads Östberg kehrt in das Citroën-Werksteam zurück. Viel Zeit um sich auf die Premiere in Schweden vorzubereiten, bleibt dem Norweger dabei nicht. Noch weniger, um sich dauerhaft bei den Franzosen zu etablieren. Doch er will seine Minimal-Chance nutzen.

Frankreich verabschiedete Mads Östberg mit dem passenden Wetter. Heftige Schneefälle und kilometerlange Staus verzögerten die Abreise des Norwegers, der zum Antrittsbesuch bei Citroën Racing in Versailles erschienen war. Erst nach einem nächtlichen Zwangsstopp in Paris konnte Östberg seine Heimreise über Berlin nach Oslo fortsetzen.

Für den 30-jährigen war es nach der überraschten Bekanntgabe, dass er die Rallye Schweden (15. bis 18. Februar) mit dem C3 WRC bestreiten wird, das erste Beschnuppern. Völliges Neuland betrat Östberg im Hauptquartier von Citroën Racing nicht. Er kennt das Team aus seiner Zeit als Werksfahrer in den Jahren 2014 und 2015. Neu für ihn war der C3, mit dem sich Östberg ein paar Kilometer einrollen durfte.

„Ich konnte mich ein wenig eingewöhnen und die vielen neuen Dinge kennenlernen, die dieses Auto bietet, wie zum Beispiel die Einstellungen für die Differenziale, oder den Motor“, so Östberg.

Vor der Rallye Schweden wird es für ihn noch einen kleinen Test geben und Östberg hofft, den C3 WRC in der Kürze der Zeit auf seine Fahrweise abstimmen zu können. Keine leichte Aufgabe, denn das Auto zeigte auf losem Untergrund ein heikles Fahrverhalten und im Vorjahr schlitterte Kris Meeke in Schweden aussichtslos der Konkurrenz hinterher. 

„Mir ist das alles bewusst und ich erwarte kein einfaches Auto“, meinte Östberg. „Aber ich kenne auch die Fähigkeiten der Leute bei Citroën und mit frischen Schwung und neuer Motivation könnte alles gut werden.“ 

Fiesta WRC als Basis

Östberg, der im vergangenen Jahr auf privater Basis einen Ford Fiesta WRC in der Weltmeisterschaft einsetzte, kann diese Erfahrungswerte auch bei der Abstimmungsarbeit mit dem Citroën nutzen. Die Chance, mit einem guten Resultat in Schweden, seine Möglichkeiten im Citroën-Team zu verbessern, will er unbedingt nutzen. 

„Wenn ich das Auto richtig testen kann, werde ich ein genaueres Bild haben. Im Vergleich zu meinen Teamkollegen beginne ich jedoch bei null. Aber wenn wir ein gutes Wochenende erwischen, dann hoffe ich, bester Citroën-Fahrer zu werden“, so Östberg, für den Schweden das Ticket für mehr Werkseinsätze sein könnte.