Neue Zuversicht bei Citroën

Das verkorkste Comeback von Citroën war eins der Hauptthemen im vergangenen Jahr. In der neuen Saison soll alles besser werden, meint Teamchef Yves Matton, doch der Belgier liebäugelt bereits mit einem neuen Job.

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Das verkorkste Comeback von Citroën war eins der Hauptthemen im vergangenen Jahr. In der neuen Saison soll alles besser werden, meint Teamchef Yves Matton, doch der Belgier liebäugelt bereits mit einem neuen Job.

Citroën blieb im vergangenen Jahr hinter den Erwartungen zurück. Schnell wurde klar, dass der C3 WRC ein grundlegendes Problem hatte, die Fahrer klagten über ein teilweise extrem zickiges Fahrverhalten. Kurz vor der Rallye Polen nahm Citroën Veränderungen vor, auch bei den verantwortlichen Ingenieuren

„Wir konnten zeigen, dass sich unsere Arbeit im Sommer ausgezahlt hat. Das Auto ist auf jedem Untergrund besser geworden“, meinte Teamchef Yves Matton. „Zu Saisonbeginn hat man gesehen, dass unser Fahrzeug stellenweise schnell genug war, aber eben nicht überall. Der zweite Platz in Deutschland, bei echt schwierigen Verhältnissen und der Sieg in Spanien zeigten, dass wir uns jetzt in die richtige Richtung bewegen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass unsere Fahrer in der Lage sind, bei jeder Rallye um Top-Platzierungen zu kämpfen.“

Matton weiter: „Die wichtigsten Fortschritte haben wir bei der Zuverlässigkeit gemacht. In der vergangenen Saison gab es am Anfang mit einigen Teilen Probleme. Die Hauptarbeit lag im Bereich der Aufhängung und der Geometrie des Autos. Wir werden auch in Monte Carlo einige neue Teile haben und auch danach wird es Veränderungen geben, damit wir uns auf Schotter steigern.“

Auf der Fahrerseite gab es ebenfalls Veränderungen. Rekord-Weltmeister Sebastien Loeb wird bei drei Läufen starten, dafür muss Craig Breen aus dem zweiten Auto weichen und kann keine volle Saison bestreiten. Stephane Lefebvre wurde ins WRC2-Programm versetzt, nur Kris Meeke nimmt an allen Läufen teil. Eine Überraschung: In Schweden setzt Citroën ein drittes Auto für Mads Östberg ein. „Das ging jetzt sehr schnell und wir haben noch einige Dinge zu klären. Am wichtigsten war, dass wir die Rallye Schweden unter Dach und Fach brachten. Wir wissen, dass Mads dort bei der Musik sein kann. Außerdem ist sein Wissen über diese Art von Rallye sehr wichtig für uns“, sagte Matton.

Der Unfall von Sebastien Loeb bei der Rallye Dakar, bei dem sich Beifahrer Daniel Elena am Steißbein verletzte, soll keine Auswirkungen auf das geplante WRC-Programm haben. „Ich habe vor kurzem mit Daniel gesprochen. Er klagte über Schmerzen im Rücken und er muss sich jetzt die Zeit für die Heilung nehmen. Man kann nichts anderes machen, als zu warten. Aber die Ärzte haben ihm bereits gesagt, dass er für Mexiko wieder in Ordnung sein wird“, so Matton.

Wechselt Matton zur FIA?

Bliebe noch die Frage, ob Matton an Bord bleibt, oder tatsächlich neuer FIA Rallye Direktor wird, wie vor ein paar Tagen spekuliert wurde. „Ich habe im Moment keine Ahnung“, sagte der Belgier. „Ich habe mit ihnen gesprochen, aber wenn nichts passiert, bleibe ich bei Citroën.“ - Auch deshalb wird in Frankreich bereits spekuliert, ob Loeb künftig nicht nur als Fahrer eine Rolle im PSA-Konzern spielen wird, sondern auch die Richtung als neuer Sportchef vorgibt. Ein anderes Gerücht sieht Peugeot-Sportchef Bruno Famin als Ersatz für den offenbar amtsmüden Matton, der bereits im Vorjahr angekündigt hatte, am Ende der Saison 2018 Citroën zu verlassen."