Rückkehr ins Werkscockpit: Das planen die Östbergs

Noch am Vorabend der offiziellen WRC-Präsentation wusste Mads Östberg nicht, ob er 2018 Teil der Topliga sein wird. Jetzt sitzt er in Schweden im dritten Werks-Citroën. Weitere Einsätze sollen folgen.

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Noch am Vorabend der offiziellen WRC-Präsentation wusste Mads Östberg nicht, ob er 2018 Teil der Topliga sein wird. Jetzt sitzt er in Schweden im dritten Werks-Citroën. Weitere Einsätze sollen folgen.

Die Ankündigung, dass Mads Östberg einen Auftritt bei der offiziellen Saisoneröffnung der Rallye-Weltmeisterschaft haben wird, hatte schon im Vorfeld für Aufmerksamkeit gesorgt. Nach dem gescheiterten Versuch, im Vorjahr als Privatier an der Spitze mitzumischen, hatte der Norweger zum Jahreswechsel bereits davon geredet, dass er wieder in der WRC2 starten könnte, um dort sein angekratztes Image aufzupolieren. Doch dann stand er plötzlich im Citroën-Hemd neben dem C3 WRC und verkündete stolz, bei der Rallye Schweden das dritte Werksauto zu fahren.

„Die Vereinbarung wurde am Morgen um 9 Uhr getroffen“, verriet Östberg. „Vom ersten Gespräch bis zu diesem Moment hat es eine ganze Weile gedauert. Noch am Vorabend war ich mir nicht zu 100 Prozent sicher. Aber es ist schön wieder bei Citroën zu sein. Ich habe viele gute Erinnerungen an meine Zeit als Werksfahrer, das waren einige der besten Jahre meines Lebens. Seit ich fortging erlebte ich eine schwere Zeit, als Privatier ist es enorm schwierig.“ 

Östberg setzt darauf, mit einem guten Auftritt in Schweden die Tür zu weiteren Einsätzen zu öffnen. „Im Moment reden wir nur von der Rallye Schweden“, meinte der 30-jährige. „Weitere Einsätze sind nicht bestätigt, aber wir arbeiten daran. Natürlich würde ich gerne so oft wie möglich in der Weltmeisterschaft starten, aber aktuell ist nicht entschieden, wie wir das machen, wie viele Rallyes, oder mit welcher Marke. Wir besitzen ja auch noch immer unseren Fiesta WRC, den wir nicht verkaufen. Das Auto soll aber an andere Fahrer vermietet werden.“

Vater und Manager Morten Östberg wurde schon etwas konkreter: „Als nächsten WM-Lauf peilen wir Argentinien an, auch wenn es wegen des Transports nach Südamerika eine sehr teure Rallye ist. In der ersten Jahreshälfte soll noch ein dritter WM-Einsatz folgen und möglicherweise zwei WRC2-Starts, die aber noch nicht entschieden sind. In Kürze wollen wir auch die zweite Saisonhälfte planen. Grundsätzlich geht es jetzt darum, dass wir die Karriere von Mads wieder in die Spur bringen.“

Damit das gelingt, soll Mads Östberg im Vorfeld der Rallye Schweden noch einige Winter-Rallyes in Norwegen mit dem Fiesta WRC bestreiten.