Nach Spanien-Aus: Neuville begräbt Titelhoffnungen

Anfang August sah die Welt für Hyundai und Thierry Neuville noch in Ordnung aus. Der Belgier führte nach Finnland zum ersten Mal überhaupt die Weltmeisterschaft an. Zwei Monate und zwei Nullnummern später hat der Mann aus St. Vith den WM-Kampf offensichtlich aufgeben.

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Anfang August sah die Welt für Hyundai und Thierry Neuville noch in Ordnung aus. Der Belgier führte nach Finnland zum ersten Mal überhaupt die Weltmeisterschaft an. Zwei Monate und zwei Nullnummern später hat der Mann aus St. Vith den WM-Kampf offensichtlich aufgeben.

Als Thierry Neuville Ende August bei seiner „Heimrallye“ in Deutschland an den Start ging, eröffnete er erstmals als WM-Leader die Strecke. In den Mosel-Weinbergen lieferte er sich zunächst einen packenden Zweikampf mit dem punktgleichen Titel-Kontrahenten Sébastien Ogier um den dritten Platz, als auf der „Arena Panzerplatte“ das Unglück geschah. Beim Cutten einer Linkskurve brach die rechte Hinterradaufhängung. Neuville reiste ohne Punkte ab.

In Spanien wurde der 29-Jährige am Samstag auf Platz fünf – und nur 0,9 Sekunden hinter Ogier – liegend durch ein Hydraulikproblem an seinem Hyundai zurückgeworfen. Vier Prüfungen vor Schluss traf er dann einen Stein, der die Aufhängung beschädigte. Neuville reiste erneut ohne Punkte ab.

38 Zähler beträgt der Rückstand auf WM-Leader Ogier bei noch zwei ausstehenden Läufen, bei denen er maximal 60 Punkte holen könnte. Zu viel in den Augen von Neuville. „Jetzt ist es für uns vorbei“, erklärte Thierry Neuville nach der Rallye Spanien gegenüber wrc.com. „Wir haben alles gegeben, um [ins Titelrennen] zurückzukommen. Aber wir hatten ein unglückliches Wochenende mit ein paar Problemen am Samstag. Das ist leider Teil des Spiels.“

Gleichzeitig verteidigte Neuville seine Taktik in Spanien. „Nach unseren Problemen am Samstag hatten wir keine andere Wahl als anzugreifen und das haben wir gemacht. Ich bereue nichts“, so Neuville, der seinen Fokus aber gleich wieder nach vorn richtet. „Wir haben in den vergangenen Jahren viele Höhen und Tiefen erlebt. Wir gewinnen zusammen und wir verlieren zusammen. Wir müssen jetzt nach vorn schauen, weiter kämpfen und das Jahr mit ein paar guten Ergebnissen abschließen.”