Ogier: „Ich will in Wales den letzten Schritt machen“

Ein Titel-Showdown in Australien? Das ist überhaupt nicht nach dem Geschmack von Sébastien Ogier. Der M-Sport-Pilot will bei der Wales Rally GB den Sack zu machen und sich den fünften Weltmeistertitel in Folge sichern.

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Ein Titel-Showdown in Australien? Das ist überhaupt nicht nach dem Geschmack von Sébastien Ogier. Der M-Sport-Pilot will bei der Wales Rally GB den Sack zu machen und sich den fünften Weltmeistertitel in Folge sichern.

In der Hersteller-WM ist der Drops fast gelutscht, wie man so schön sagt. M-Sport-Ford hat zwei Läufe vor Schluss 83 Punkte Vorsprung auf Hyundai, und nur 86 Zähler werden noch vergeben. Selbst bei zwei Doppelsiegen der Koreaner würde den Mannen um Malcolm Wilson ein achter Platz in Großbritannien oder Australien reichen, um das Marken-Championat erstmals seit 2007 zu gewinnen. Vermutlich darf das Team aus Cumbria schon beim Heimspiel die Sektkorken knallen lassen.

Spannender geht es da schon in der Fahrer-Wertung zu. Hier hat Sébastien Ogier seit Spanien 37 Punkte Vorsprung auf Teamkollege Ott Tänak und 38 auf Hyundai-Speerspitze Thierry Neuville. Um sich den Titel vor dem Finale in Australien zu sichern, dürfte Ogier in Wales nur sechs Punkte weniger holen als Tänak und sieben weniger als Neuville – und genau das ist der Plan des Franzosen.

„Ich möchte nicht mit einem kleinen Vorsprung nach Australien fahren und dann als Straßenfeger um die Meisterschaft kämpfen“, gab Ogier bei der Pressekonferenz nach der Rallye Spanien zu Protokoll. „Ich wollte hier [in Spanien] gut punkten und in Großbritannien den letzten Schritt machen, diesen Plan hatte ich schon vorher im Kopf.“

Entsprechend groß war die Freude über das Spanien-Ergebnis, das er mit einem Luftsprung bejubelte. „Dieser zweite Platz ist wie ein Sieg“, so der Franzose. „Man sagt, der Zweitplatzierte wäre der erste Verlierer, aber das sind wichtige Punkte und ein guter Schritt. Ich bin zufrieden!“

Der Franzose ist auf dem besten Weg, zum fünften Mal in Folge Rallye-Weltmeister zu werden, bleibt aber zurückhaltend: „Ich würde nicht sagen, dass der Titel schon sicher ist, so viel ist klar.“ Wenn es nach Ogier und Copilot Julien Ingrassia geht, sieht das Ende Oktober nach der Wales Rally GB schon anders aus.