Nennliste Rally GB: WRC-Rekord, Spannung in der WRC 2

Die Wales Rally GB bildet zwar seit 2016 nicht mehr das Finale der Rallye-WM, die Attraktivität leider darunter jedoch nicht. Mit 15 aktuellen WRCs stellt der Klassiker in den britischen Wäldern einen neuen Rekord auf, packende Duelle werden auch in der WRC 2 erwartet. Insgesamt stellen sich 78 Teams dem Schotter-Spektakel.

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Die Wales Rally GB bildet zwar seit 2016 nicht mehr das Finale der Rallye-WM, die Attraktivität leider darunter jedoch nicht. Mit 15 aktuellen WRCs stellt der Klassiker in den britischen Wäldern einen neuen Rekord auf, packende Duelle werden auch in der WRC 2 erwartet. Insgesamt stellen sich 78 Teams dem Schotter-Spektakel.

Noch nie waren so viele 2017er World Rally Cars bei einem WM-Lauf am Start: Die vom 27.-29. Oktober stattfindende Wales Rally GB löst mit 15 aktuellen WRCs den bisherigen Rekordhalter Finnland (14) ab. Der Grund für den Zuwachs: Zum einen feiert Henning Solberg sein Comeback und sitzt erstmals in einem 2017er-WRC, einem Ford Fiesta.

Zum anderen schickt Hyundai Motorsport erstmals vier i20 Coupé ins Rennen. Thierry Neuville, Hayden Paddon und Neuzugang Andreas Mikkelsen sind für die Hersteller-Wertung nominiert und sollen versuchen, das Titelrennen bis zum Finale offen zu halten. Dafür müsste allerdings ein Doppelsieg her und M-Sport-Ford dürfte nicht mehr als drei Punkte holen. Dani Sordo darf frei von allen Punkte-Zwängen auffahren.

M-Sport-Ford und Toyota vertrauen mit Ogier, Tänak, Evans bzw. Latvala, Hänninen, Lappi auf ihre üblichen Fahrertrios. Bei Citroën kommt diesmal Teampatron Khalid Al-Qassimi zum Zug. Der Mann aus Abu Dhabi pilotiert neben Spanien-Sieger Kris Meeke und dem Iren Craig Breen den dritten C3 WRC. Mads Östberg komplettiert die 2017er-WRC-Riege im privaten Fiesta WRC.

In der WRC 2 kämpfen beim letzten Pflichtlauf des Jahres 23 Teams um den Sieg. Skoda Motorsport gibt dem Finnen Juuso Nordgren eine zweite Chance, sich zu bewähren. Den anderen Fabia R5 pilotiert der schon als Meister feststehende Pontus Tidemand. Jan Kopecky, der aktuell punktgleich auf Rang zwei liegt, muss dagegen zuschauen. Somit werden Teemu Suninen (Ford), Eric Camilli (Ford) und Ole Christian Veiby (Skoda) die Vizemeisterschaft unter sich ausmachen.

Neben dem Stammpersonal lockt die Wales Rally GB einige interessante Gaststarter an. Der gerade erst 17 Jahre alt gewordene Kalle Rovanperä feierte kurz nach seinem EM-Debüt bei der Rallye Liepaja auch seine WM-Premiere in einem M-Sport-Fiesta-R5. Mit Max Vatanen und Matthew Wilson sitzen die Söhne weiterer namhafter Rallyefahrer in baugleichen Fahrzeugen. Zudem steuert Jari Huttunen, der gerade erst die Hyundai-Nachwuchssichtung gewonnen hat, erstmals einen Hyundai i20 R5. Der Einsatz in Wales ist allerdings noch privater Natur und außerhalb der WRC-2-Wertung.

Da bei dem Klassiker in den britischen Wäldern auch Fahrzeuge mit nationaler Homologation zugelassen sind, nehmen auch zwei Ford Escort Mk2 an dem Schotter-Spektakel teil. Darüber hinaus sitzt Jimmy McRae, der frühere britische Meister und Vater von Colin McRae, in einem Vauxhall Adam. Sie alle starten trotz nationaler Homologation in der internationalen Wertung, für die sich 78 Teams angemeldet haben. Zusammen mit der nationalen Klasse, die nur einen Teil der Strecke absolviert, kommen mehr als 150 Autos zusammen.

Die in Deeside beheimatete Wales Rally GB beginnt am Donnerstag, 16. Oktober, mit einer 1,5 Kilometer langen Zuschauerprüfung. Insgesamt stehen 21 Wertungsprüfungen mit einer Gesamtlänge von 304 Kilometern auf dem Programm, darunter Klassiker wie Myherin, Hafren und Sweet Lamb.