Östberg trennt sich von Beifahrer Floene

Erst vor wenigen Tagen sickerte durch, dass Mads Östberg die Rallye Deutschland nicht im WRC, sondern im Fiesta R5 bestreiten würde. Jetzt kommt der nächste Paukenschlag aus Norwegen: Der 29-Jährige trennt sich mit sofortiger Wirkung von Ola Floene.

Erst vor wenigen Tagen sickerte durch, dass Mads Östberg die Rallye Deutschland nicht im WRC, sondern im Fiesta R5 bestreiten würde. Jetzt kommt der nächste Paukenschlag aus Norwegen: Der 29-Jährige trennt sich mit sofortiger Wirkung von Ola Floene.

Seit Anfang 2016 bildeten Mads Ostberg und Ola Floene ein Team. In dieser Zeit bestritten sie 18 WM-Läufe Seite an Seite und landeten zwei Mal auf dem Podium – 2016 wurden sie in Schweden und Mexiko jeweils Dritte. Nun gehen die beiden Norweger getrennte Wege. Ola Floene wird schon beim nächsten WM-Lauf in Finnland, den Östberg noch im 2017er WRC bestreitet, nicht mehr das Östbergsche Gebetbuch vorlesen.

Stattdessen wird ihm Torstein Eriksen den Weg ansagen. Der 27-jährige Schwede nimmt sonst mit Fredrik Ahlin an der britischen und mit Frank Tore Larsen an der norwegischen Meisterschaft teil. Eriksens Engagement auf der Insel hat auch unmittelbaren Einfluss aus Östbergs Pläne. Da der neue Co zeitgleich zur Rallye Deutschland bei der Ulster Rallye an den Start geht, muss der Norweger für den Asphaltlauf einen weiteren Beifahrer aus dem Hut zaubern – und den hat er auch schon gefunden. Er leiht sich den Copiloten von Henning Solbergs Sohn Oscar aus: Patrik Barth. Der Schwede ist in Deutschland kein Unbekannter, nahm er doch 2015 mit Pontus Ahman am ADAC Opel Rallye Cup teil.

Während es für Östberg/Eriksen im Vorfeld keinen Test im Wettbewerb gibt, hat er zumindest mit seinem zweiten neuen Co eine Generalprobe. Östberg/Barth nehmen vom 3.-5. August an der zur Europameisterschaft zählenden Rzeszow Rallye in Polen teil. Dort pilotieren sie genau wie in Deutschland schon den im Vergleich zum WRC schwächeren Ford Fiesta R5.

Die Absetzung des 48-jährigen Ola Floene hat laut Mads Vater und Teamchef Morten Östberg „sportliche Gründe. Ola ist ein guter Beifahrer. Die Zusammenarbeit mit Andreas Mikkelsen und Pontus Tidemand hat auch sehr gut geklappt, aber mit dem sehr erfahrenen Mads zusammenzuarbeiten, das war etwas anderes. Am Ende müssen wir das machen, was für das Team am besten ist.“ Die Trennung soll sich jedoch nur auf das Cockpit beziehen. Floene soll weiter mit dem Östbergschen Adapta Rallye Team verbunden bleiben, unter anderem bei der Ausbildung junger Fahrer. „Ich gehe davon aus, dass Ola noch lange für uns arbeiten wird“, erklärt Morten Östberg.