Polen-Nachspiel für Ogier

Der WM-Lauf in Polen war sicher keine Rallye, an die sich Sebastien Ogier gerne zurückerinnern wird. Reifenschäden und ein Abflug warfen ihn am Samstag aus dem Rennen um den Sieg. Später leistete sich der Franzose auf der Verbindungsetappe zudem einen seltenen Patzer.

Der WM-Lauf in Polen war sicher keine Rallye, an die sich Sebastien Ogier gerne zurückerinnern wird. Reifenschäden und ein Abflug warfen ihn am Samstag aus dem Rennen um den Sieg. Später leistete sich der Franzose auf der Verbindungsetappe zudem einen seltenen Patzer.

Sebastien Ogier und Julien Ingrassia im Stress: Bei der Rallye Polen litt ihr Ford Fiesta WRC’17 am Samstagsnachmittag unter Motorproblemen. Um die nächste Zeitkontrolle rechtzeitig zu erreichen, setzten die Franzosen die Verkehrsregeln zwischen WP 16 und 17 kurzfristig außer Kraft.

Zunächst überholten sie zwei Zuschauerautos bei durchgezogener Linie, bei der Rückkehr in die Schlange kam es dann zu einer leichten Kollision mit dem vorherfahrenden Fahrzeug. Und zu guter Letzt nahmen sie in einem Kreisverkehr, in dem sie links abbiegen mussten, eine Abkürzung und fuhren entgegen der Fahrtrichtung.

Ein Polizist machte den Veranstalter noch während der Rallye auf die Vorfälle aufmerksam, und so wurden die Sportkommissare tätig. Sie sprachen mit dem Polizisten, analysierten die Aufnahmen einer Straßenkamera und befragten schließlich auch Ogier und Ingrassia, die die Vorfälle nicht abstritten und sich brav entschuldigten.

Glück im Unglück für die Franzosen: Da sich all diese Vorfälle innerhalb weniger Meter ereigneten, wertete die FIA sie als einen Vorfall und brummte Ogier nur eine Geldstrafe von 4000 Euro auf. Die Hälfte davon ist zur Bewährung ausgesetzt und muss nur dann bezahlt werden, sollte er sich bei den nächsten drei Läufen erneut etwas zu Schulden kommen lassen. In Finnland, Deutschland und Spanien ist also Vorsicht geboten für den amtierenden Champion.