Tänak zu Toyota, Ogier weiter bei M-Sport?

Ött Tänak ist der Mann der Stunde in der Rallye-Weltmeisterschaft. Trotzdem könnte er bei Ford vor dem Absprung stehen – damit Sebastien Ogier eine Zukunft bei M-Sport haben kann.

Ött Tänak ist der Mann der Stunde in der Rallye-Weltmeisterschaft. Trotzdem könnte er bei Ford vor dem Absprung stehen – damit Sebastien Ogier eine Zukunft bei M-Sport haben kann.

Auf Sardinien landete er seinen ersten Sieg und in Polen kämpfte er bis kurz vor Schluss um die Lorbeeren. Erst ein Fahrfehler auf der drittletzten Prüfung sorgte für die Entscheidung in der Sekundenschlacht mit Thierry Neuville. Ford-Pilot Ött Tänak, aktuell Vierter in der WM-Tabelle, glänzte in der ersten Saisonhälfte mit Speed und Zuverlässigkeit. Die guten Leistungen haben Begehrlichkeiten geweckt und so könnte der Este laut Motorsport aktuell im Fahrerkarussell 2018 zum Zünglein an der Waage werden.

„Natürlich wollen und werden wir uns umsehen und für das zweite Jahr noch besser aufstellen“, sagte Toyota-Teamchef Tommi Mäkinen gegenüber der MSa. Soll konkret bedeuten: Der vierfache Weltmeister wird wohl auch künftig auf den wiedererstarkten Jari-Matti Latvala und Youngster Esapekka Lappi setzen, doch der Stammplatz von Juho Hänninen wackelt bedenklich. Und hier könnte Ott Tänak ins Spiel kommen.

Der Este soll – neben Sebastien Ogier – weit oben auf Mäkinens Wunschliste stehen und wäre in der Konstellation mit Latvala und Lappi sicher die unproblematischere Wahl. Tänaks Vertrag bei M-Sport gilt zwar auch für 2018, doch Malcolm Wilson könnte durchaus gesprächsbereit sein, den 29-Jährigen ziehen zu lassen. Voraussetzung dafür wäre eine Ablösesumme, wie sie im Fußball üblich ist. Dieses Geld könnte Wilson wiederum einsetzen, um Sebastien Ogier zumindest ein weiteres Jahr in seinen Reihen zu halten. Und auch für Toyota scheint eine derartige Lösung kein Hindernis darzustellen.

Auch für den frei gewordenen Platz bei M-Sport-Ford gäbe es schon einen aussichtsreichen Kandidaten: Teemu Suninen, der bei seinen ersten beiden Rallyes im Fiesta WRC gute Eigenwerbung betreiben konnte und zum nächsten Shootingstar aus dem Lager von Malcolm Wilson heranreifen könnte.