Sainz hat Lust auf World Rally Car 2017

Für den Fernsehsender Red Bull TV drehte Carlos Sainz in Portugal ein paar Runden in einem Peugeot 208 T16. Reizen würde ihn aber ein World Rally Car der neuesten Generation. Möglich wäre ein Test des Citroën C3 WRC. Doch dort zeigt man sich wenig motiviert.

Für den Fernsehsender Red Bull TV drehte Carlos Sainz in Portugal ein paar Runden in einem Peugeot 208 T16. Reizen würde ihn aber ein World Rally Car der neuesten Generation. Möglich wäre ein Test des Citroën C3 WRC. Doch dort zeigt man sich wenig motiviert.

Großer Bahnhof für Carlos Sainz in Portugal. Egal wo der Ex-Weltmeister auftaucht, bei den Fans steht der Spanier noch immer ganz oben. Vor 30 Jahren nahmen Sainz und sein früherer Beifahrer Luis Moya zum ersten Mal an der Rallye Portugal teil, für Red Bull TV ein guter Grund, den 55-jährigen als Co-Kommentator für die Berichterstattung zu verpflichten. 

Um ihn perfekt ins Szene zu setzen, mietete man bei Peugeot einen 208 T16 an und ließ Sainz/Moya über die legendäre Fafe-Prüfung fahren, die am Sonntag den krönenden Abschluss des Wochenendes bildet. Sainz hatte jede Menge Spaß hinter dem Lenkrad, dachte aber insgeheim an Ogier & Co, die am Sonntag mit World Rally Cars der neuesten Generation über die Strecke donnern dürfen, die satte 100 PS mehr haben, als ein R5-Fahrzeug. 

Entsprechend interessiert zeigte sich Sainz an einer Testfahrt eines aktuellen WRC. „Ich war schon immer ein Fan des aktuellen Fahrzeugkonzepts und habe mich stets für leichtere und leistungsstärkere World Rally Cars ausgesprochen“, erklärte ‚El Matador’. „Ich habe mit einigen Fahrern gesprochen und spüre wie sehr sie die neuen Autos mögen. Bisher habe ich die neuen WRC nur im Fernsehen gesehen und kann mir gut vorstellen, wie viel Spaß es machen muss, diese Fahrzeuge im Renntempo zu bewegen. Gerne würde ich das mal ausprobieren.“

Testfahrt im C3 WRC?

Möglich wäre ein Test bei Peugeot-Konzernschwester Citroën. „Womöglich würde dort eine weitere Meinung helfen“, sagt Sainz und spielt auf die von Kris Meeke nach der Rallye Argentinien thematisierte Fahrwerksproblematik des C3 WRCs an. Verständlich, gilt der Spanier als exzellenter Entwicklungsfahrer und hat zahlreiche WRCs, angefangen vom Subaru Impreza über den Citroën Xsara bis hin zum VW Polo federführend weiterentwickelt. Doch bei Citroën Racing zeigt man sich wenig interessiert. „Dafür sehen wir keinen Bedarf“, winkte Teamchef Yves Matton ab.