Rallye Portugal: Keine Rückkehr von Arganil

Der Traum von einer Rückkehr auf die legendäre Prüfung ‚Arganil‘ ist vorbei. Die Veranstalter der Rallye Portugal erteilten entsprechenden Plänen eine Absage. Der Grund liegt im aktuellen Reglement.

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  • Die Rallye Portugal wird nicht nach Arganil zurückkehren

Der Traum von einer Rückkehr auf die legendäre Prüfung ‚Arganil‘ ist vorbei. Die Veranstalter der Rallye Portugal erteilten entsprechenden Plänen eine Absage. Der Grund liegt im aktuellen Reglement.

Die Testfahrten in Arganil beflügelten die Hoffnungen auf eine Rückkehr der legendären Prüfung, auf der einst Walter Röhrl die Konkurrenz in Grund und Boden fuhr. Doch Pedro Almeida, Manager der Rallye Portugal, stellte am Rande des spanischen WM-Laufs klar, dass die entsprechenden Pläne gekippt worden sind.

„Arganil wird im kommenden Jahr nicht dabei sein“, so Almeida. „Wir haben die Lage geprüft, aber es ist nicht möglich. Die Gesamtdistanz unserer Rallye wäre auf über 2.000 Kilometer angewachsen und wir hätten vier Tage gebraucht. Das ist unter dem aktuellen Reglement nicht möglich.“

Doch nicht nur die Distanzen sorgten für eine Absage. „Wir werden von den Behörden im Norden unseres Landes sehr gut unterstützt. Man kann deshalb nicht nach Arganil gehen, nur weil es Arganil ist“, so Almeida. „In der Region um Arganil könnten wir drei Prüfungen fahren und diese müssten wir der Strecke im Norden wegnehmen.“

Auch die Logistik und der Servicepark spielten bei der Entscheidung gegen Arganil eine Rolle. „Heutzutage haben wir sehr konzentrierte Rallyes. Die Teams möchten Mittags wieder in den Service zurückkehren, den Servicepark an einer Stelle lassen und das wäre mit Arganil unmöglich gewesen“, erklärte Almeida weiter.

Doch ganz von der Agenda ist Arganil noch nicht gestrichen. Der portugiesische Verband möchte unbedingt, dass in dem Landstrich wieder Rallye gefahren wird, möglicherweise mit einer kleinen Veranstaltung im Vorfeld des WM-Laufs. „Diese Möglichkeit wird geprüft“, verriet Almeida. „Wir haben bereits Kontakt zu den Herstellern aufgenommen, denn ohne ihre Zusammenarbeit und Autos wird es nichts werden. Wir haben es in Fafe bereits erfolgreich vorgemacht und vielleicht können wir auch einen Rallyesprint in Arganil machen. Wer weiß, vielleicht kann so die Legende von Arganil am Leben erhalten werden.“