WM 2013

Citroën und der Ruf nach Loeb

Noch führt Citroën die Markenwertung der Weltmeisterschaft 2013 an. Doch die Stärke von Volkswagen bereitet den erfolgsverwöhnten Franzosen Sorgen. Man hofft noch immer auf die Fähigkeiten von Mikko Hirvonen und Dani Sordo, aber im Zweifelsfall würde Teamchef Yves Matton zum Hörer greifen.

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Beim Saisonauftakt und in Schweden holte Sebastien Loeb noch einmal für Citroën die Kohlen aus dem Feuer. Der erste und zweite Platz sorgten für satte Punkte. Noch führen die erfolgsverwöhnten Franzosen die Markenwertung an, obwohl man in Mexiko ein durchwachsenes Bild abgab. Mikko Hirvonen musste sich klar geschlagen mit Rang zwei zufrieden geben, Dani Sordo wurde nur Vierter.

 

„Mikko musste in Schweden eine große Enttäuschung hinnehmen, weil er schon in der ersten Prüfung von der Straße flog. Es dauerte einige Zeit, eher in Mexiko wieder das Vertrauen fand“, erläuterte Teamchef Yves Matton die Probleme seiner Nummer-1. Auch für Sordos Durchhänger fand er eine Erklärung. "Dani war mit der Abstimmung des Autos nicht zufrieden. Vor Mexiko hatten wir einen guten Test, aber wir konnten ihm noch nicht die Teile für diese Rallye geben. Im Anschluss testeten wir wieder und das lief erneut gut. Jetzt hat er das Qualifying gewonnen und am vergangenen Wochenende den Fafe-Sprint. Er scheint nun viel Vertrauen zu haben und wir hoffen, dass wir ein sehr gutes Wochenende schaffen werden."

 

Die Markenwertung spielt traditionell bei Citroën die größere Rolle, entsprechend untergeordnet werden die Wünsche der Fahrer. „Wenn wir zu einer Rallye kommen, dann wollen wir gewinnen. Wenn wir aber mit beiden Autos in einer guten Position für die WM sind, dann werden wir es so wie in Mexiko machen“, deutet Matton die Taktik an, die seinen Fahrern volles Risiko untersagt.  

 

Sollte es am Ende der Saison dennoch nicht reichen, dann ist der Griff zum Hörer nicht weit. Matton würde im Falle eines Falles Rekordweltmeister Loeb um Unterstützung bitten. Einer möglichen Aufstockung dessen Saison um weitere Läufe erteilt er aber zur Zeit noch eine Absage. "Nein, das ist nicht der Plan. Er möchte das nicht tun. Wir haben vier extra Rallyes in diesem Jahr und das sind die Läufe, die er fahren wird“, sagte Matton, der sich nicht sicher ist, ob Loeb auch bei einer zuvor beschriebenen Situation seine Meinung ändern würde. „Sollten wir ein entsprechendes Ergebnis für den WM-Titel brauchen, dann werde ich ihn natürlich fragen. Ich weiß jedoch nicht, ob er zusagen wird.“

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