C3 WRC

Citroën testet 2017er-Aerodynamik in Finnland

Für den dritten Test des C3 WRC hat sich Citroën die ultraschnellen Schotterpisten in Finnland herausgesucht, denn das Hauptaugenmerk lag auf der Aerodynamik des neuen Boliden.

Nach den rauen Pisten in Südfrankreich, der dicken Schlammpackung in Portugal, bekam es der C3-Prototyp nun mit den gewaltigen Sprungkuppen in Finnland zu tun. Die Testfahrer Kris Meeke und Craig Breen merkten schon nach kurzer Zeit: Die Sprünge werden mit den neuen Autos noch gewaltiger, denn das Plus an Motorleistung sorgt für ein noch höheres Tempo als bisher.

Entsprechend intensiv wird nicht nur an der Aufhängung getüftelt, sondern auch an der Aerodynamik, für die künftig mehr Freiheiten gelten. „Die Karosse der World Rally Cars muss dem Basismodell entsprechend und besitzt eine maximale Breite von 1.875 mm. In diesem Rahmen haben wir eine Menge Möglichkeiten, um die Radkästen und die Stoßfänger zu gestalten“, erklärte Projektleiter Alexis Avril. „Wir können ebenso Lufteinlässe für die hinteren Bremsen einbauen und einen Diffusor am Heck verwenden. Paradoxerweise gibt es künftig mehr Einschränkungen beim Design des Heckspoilers, aber seine Effizienz wird um den Faktor 10 erhöht, weil er weiter nach hinten und oben wandert.“

Citroën Racing begann die Designarbeit wie allgemein üblich mit Computersimulationen und stimmte sich anschließend mit der Designabteilung des Mutterhauses ab, damit das Serienauto auch nach der Verwandlung in ein reinrassiges World Rally Car zu erkennen ist. Dann wanderte ein Modell in den Windtunnel und die dort gewonnenen Daten, wie auch jene aus den ersten Tests, wurden erneut in weitergehende Computerberechnungen eingefügt. Citroën Racing nutzte auch die Erfahrungen aus dem Tourenwagen-Programm, „obwohl man nicht das ganze Wissen übertragen kann, denn Rundstrecke und Rallye sind zu verschieden“, sagte Avril. „Aber wir konnten mit bewährten Methoden viel Zeit sparen.“

Aber auch die beste Simulation kann den echten Test nicht ersetzen, „denn Beschädigungen sind ein wesentlicher Punkt im Rallyesport. Auf Schotter oder Matsch kann schnell ein Teil verloren gehen, oder ein Lufteinlass verstopfen“, so Avril. „Man muss also alle Bedingungen ausprobieren und dann einen Kompromiss zwischen Haltbarkeit und Leistungsfähigkeit finden.“

VIDEO: C3 WRC 2017 Test Finnland


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