WM-ZUKUNFT

Capito: „VW muss nicht bis 2019 bleiben“

Zwar gibt es grünes Licht für das Volkswagen Rallye-WM-Programm bis einschließlich 2019, aber Sportchef Jost Capito macht deutlich, dass diese Entscheidung an klare Vorgaben hinsichtlich der PR-Arbeit geknüpft ist.

Das Tauziehen um Veränderungen in der Rallye-Weltmeisterschaft geht weiter. Nachdem der FIA Weltrat in der ersten Besprechung die Vorschläge ablehnte und zurück an die Rallye-Kommission verwies, macht VW-Sportchef Jost Capito noch einmal deutlich, wie wichtig aus seiner Sicht die geplanten Schritte sind.

„Die gesamte WM-Kommission hat dem Paket aus vielen einzelnen Änderungen zugestimmt“, sagte Capito. „Ich denke in diesem Gremium sitzen Profis, die jeden Tag an der Weltmeisterschaft arbeiten und sie sollten wissen, was sie tun. Wenn man einstimmig beschließt, dass dieses Gesamtpaket richtig ist, dann sollte es aus meiner Sicht klar sein, dass es auch tatsächlich so ist.“

In der WM-Kommission sind Vertreter der Veranstalter, der FIA, der Hersteller und WM-Promoter vertreten. Dort soll erneut über die geplanten Veränderungen im Ablauf einer WM-Rallye beraten werden, ehe der Weltrat Anfang Dezember zum zweiten Mal darüber abstimmt. Capito hofft, dass die FIA beim zweiten Anlauf ihren Segen erteilen wird, macht aber deutlich, dass ein erneutes ‚Nein‘ ernsthafte Konsequenzen für das VW-Programm haben könnte.

VW-Ausstieg vor 2019 möglich

„Wir haben die Entscheidung des Vorstands, dass wir bis 2019 in der Weltmeisterschaft bleiben können, aber nur wenn der Gegenwert stimmt“, unterstrich Capito. „Dieser wird nach jedem Jahr bewertet und wenn sich die Situation nicht ändert, dann bin ich mir nicht sicher, ob wir bis 2019 bleiben werden.“

Nicht nur die Verbesserung der PR-Arbeit brennt den Teams unter den Nägeln. Ab 2017 gilt ein neues technisches Reglement für World Rally Cars. Bislang tappt man jedoch im Dunklen und weiß nicht, was einen erwarten wird. „Wir warten auf den Vorschlag von der FIA“, sagt Captio. Die Hersteller haben gemeinsam beim Weltverband nachgefragt, was wir erwarten können und nun warten wir auf die Antwort. Wir wissen nicht, wie radikal die Regeländerungen werden, die Hersteller wollen drastische Schritte nicht. Wir müssen nun abwarten.“

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