Rallye Monte Carlo nach WP3

Bouffier übernimmt Monte-Führung

Bryan Bouffier hat den besten Riecher im Reifenroulette der Rallye Monte Carlo und übernimmt nach der dritten Prüfung die Führung in der Gesamtwertung. Weltmeister Sebastien Ogier liegt bei seinem Heimspiel bereits deutlich zurück.

<strong>RICHTIGE WAHL:</strong> Bryan Bouffier war bestens bereift und übernimmt die Monte-Führung

Mit diesem Ergebnis hatten wohl die wenigsten gerechnet. Bryan Bouffier (Ford) führt zur Tageshalbzeit die Rallye Monte Carlo vor Kris Meeke (Citroën) und Dani Sordo (Hyundai) an. „Ein schöner Zwischenstand. Aber das bedeutet gar nichts. Es ist noch ein weiter Weg“, sagte Bouffier.

  

Auch auf der dritten Prüfung gab es gewaltige Zeitabstände, weil einsetzender Schnee viele Fahrer überrascht hatte. Wer jedoch den richtigen Riecher hatte, packte sich am Morgen zwei Winterreifen ein und lag damit goldrichtig. „Dennoch blieb es gefährlich. Wir hatten zwar vorne links und hinten rechts Winterreifen montiert, aber es war verdammt anspruchsvoll“, erklärte Meeke die Verhältnisse auf den 19.32 Wertungskilometern. Die Anstrengungen haben sich jedoch gelohnt, der Citroen-Pilot liegt plötzlich auf dem zweiten Platz. Hinter ihm verbessert sich Dani Sordo beim Debüt im i20 WRC auf den dritten Rang.

 

Robert Kubica, mit zwei Bestzeiten in die Rallye gestartet, hatte nur Slicks an Bord und büßte ebenso Zeit ein, wie Sebastien Ogier. Der Weltmeister fiel auf den neunten Rang zurück, Kubica ist nur noch Vierter. „Unsere Wetterinformation war alles andere als gut. Wir starteten mit Slicks, denn es gab die Information, dass es durch den Regen tauen würde. Das war weit entfernt von dem, wie es tatsächlich war“, schimpfte Ogier, der zu allem Unglück schon in der ersten Kuve der Rallye mit dem Heck seines Polos angeschlagen war. Sein Teamkollege Jari-Matti Latvala versagte im Schnee völlig und handelte sich allein auf dieser Prüfung 2:27 Minuten Rückstand ein. „Es ist frustrierend“, fluchte der Finne. „Ich hatte keinerlei Traktion und war nicht in der Lage das nötige Vertrauen aufzubauen, um schnell zu fahren.“

 

Während im VW-Service nach der falsche Reifenentscheidung dicke Luft herrschen dürfte, wird sich M-Sport Junior Elfyn Evans bei seinem Vater Gwyndaf bedanken. Der ältere Evans agiert bei der Monte als Eisspion für seinen Filius und empfahl ihm ebenfalls Winterreifen einzupacken. Mit der zweitbesten Zeit auf der dritten Prüfung geigte Evans jr. gewaltig auf und schaffte den Sprung auf die fünfte Position in der Gesamtwertung. Sein Teamkollege Mikko Hirvonen wählte dagegen fünf superweiche Reifen aus liegt mit 2:32 Minuten Rückstand weit abgeschlagen zurück.

 

Mit den richtigen Reifen war auch Sebastien Chardonnet im frontgetriebenen Citroën DS3 R3T Max unterwegs. Der junge Franzose setzte auf WP3 erneut die viertbeste(!) Zeit und ist zur Halbzeit der heutigen Etappe starker Gesamtsechster - mit nur 10 Sekunden Rückstand aufs Podium. Die WRC2-Wertung führt Yuri Protasov vor Lorenzo Bertelli an. Armin Kremer muss sich hinter Robert Barrable (alle Ford) mit Rang vier begnügen. Pech hatte Julius Tannert. Der Citroen-Junior setzte auf den ersten beiden Prüfungen starke Zeiten, doch dann unterlief ihm ein Dreher bei dem die Lenkstange seines DS3 R1 so stark beschädigt wurde, dass er nicht mehr den rettenden Service in Gap erreichte. 

 

Ab 13:32 steht die Wiederholung der heutigen Prüfungen auf dem Programm.  

  

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