Rallye Irland – WP14

Atkinson macht Jagd auf Solberg

Ein kleiner Ausrutscher war der einzige Fehler den sich Spitzenreiter Sebastien Loeb am zweiten Tag der Rallye Irland leistete. Spannung gibt es nur im Mittelfeld.

<strong>ANGRIFF:</strong> Chris Atkinson fühlt sich nun im C4 zu Hause und drückt aufs Gaspedal

Auch Sebastien Loeb macht einmal Fehler. Auf der zwölften Prüfung leistete sich der Spitzenreiter einen kleinen Ausrutscher, es war allerdings der einzige Fehler, den er heute machte. „Obwohl ich sehr gute Informationen von unseren Schotterspionen hatte bin ich aufs Gras gekommen und von der Strecke gerutscht“, erklärte Loeb, der ansonsten alle Bestzeiten des Tages einfuhr und mit einem Vorsprung von 1:09 Minuten in den letzten Tag starten wird.

 

Auch Loebs Teamkollege Dani Sordo patzte auf der zwölften Prüfung, als er den Motor in einer Spitzkehre abwürgte und zehn Sekunden liegen ließ. Mehr gibt es vom Spitzenduo nicht zu berichten. Verfolger Mikko Hirvonen büßte am Morgen durch eine defekte Servolenkung so viel Zeit ein, dass er sich bereits zur Halbzeit mit dem dritten Rang zufrieden gab. „Jetzt sind Punkte wichtig“, versucht sich der Finne in Schadensbegrenzung.

 

Deutlich spannender geht es zwischen Henning Solberg und Chris Atkinson zu. Nur noch 4.7 Sekunden trennen am Abend der zweiten Etappe beide Kontrahenten voneinander. „Ein guter Tag für uns. Wir haben eine Menge gelernt, denn das Auto unterscheidet sich deutlich von meinem Alten“, freute sich Citroen-Neuling Atkinson über seine Tagesleistung.

 

Hinter Atkinson belegen Sebastien Ogier und Matthew Wilson die weiteren Plätze. „Ohne meinen Fehler heute Morgen wäre ich zufriedener gewesen. Aber es ist erst meine zweite Rallye mit dem Auto“, meinte Ogier im Ziel. Der Monte-Sieger war auf der neunten Prüfung beim Anbremsen von der Strecke gerutscht und hatte über 2:40 Minuten verloren. Ohne diesen Fehler hätte er auch noch Chancen im Kampf um die vierte Position gehabt. Garreth McHale fiel auf den zehnten Rang zurück, nachdem der Turbo in seinem Ford Focus auf den letzten Tageskilometern streikte. Subaru-Pilot Emma Boland konnte kampflos auf Platz acht nach vorne fahren.

 

In der Junior-Wertung kam es zu einer ersten Vorentscheidung. Der bislang zweitplatzierte Hans Weijs jr. überspannte den Bogen und flog heftig von der Strecke ab. Der Citroen-Pilot wurde anschließend ins Krankenhaus gebracht. Aaron Burkart führt nach dem Fehler seines Verfolgers das Klassement nun mit 1:27 Minuten sicher vor Martin Prokop an. „Hans hat es an der gleichen Stelle erwischt, die mir heute morgen zum Verhängnis wurde“, erklärte der Tscheche.

 

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