Rallye Mexiko - WP14

Alptraum für Östberg

Mads Östberg ist draußen! Erst verteidigt der Norweger mit der zweitschnellsten Zeit hinter Ogier Rang zwei, dann meldet M-Sport Probleme. Und die stellen sich als unüberwindbar heraus.

Mads Östberg - Ford Fiesta RS WRC - Rallye Mexiko
<STRONG>AUS UND VORBEI:</STRONG> Mads Östberg muss Platz zwei und WM-Punkte abschreiben

Auch der Samstag startet mit einer schlechten Überraschung. Noch vor der gefürchteten Monsterprüfung „Otates“ über 42,17 Kilometer gingen die Probleme los. Nasser Al-Attiyah legte eine Fiesta-Pirouette hin, Dani Sordo fing sich sieben Kilometer vor Ende einen Plattfuß ein. Thierry Neuville schlug in einer engen Haarnadelkurve innen an, schaltete aus Vorsicht einen Gang runter und vermutete, dass die Lenkung leicht verbogen sein könnte. Nichts Schlimmeres, soweit.

 

Mads Östberg sprang im Ziel aus dem Auto, beäugte den Fiesta kritisch von allen Seiten und schickte einen Hilferuf an das Team. M-Sport meldete Schwierigkeiten mit der Kupplung, um ein ernsthaftes Problem handele es sich aber nicht. Per Telefon bekam der Norweger Anweisungen, was zu tun sei, musste aber auf der Verbindungsetappe mehrfach anhalten. Und dann das: Die Kupplung von Östbergs Fiesta war nicht das eigentliche Problem. Die Elektrik spinnt und Östberg muss Platz zwei kampflos aufgeben. Nach Novikovs Problemen vom Vortag der nächste Rückschlag für M-Sport.

 

Jari-Matti Latvala, der nach dem frühen Aus am Freitag als Erster startet, war froh, endlich eine komplette WP hinter sich gebracht zu haben. „Ich bin jetzt hier, um Erfahrung in dem Polo auf Schotter zu sammeln. Und das Auto läuft fantastisch.“ Auch Novikov versuchte, das Beste aus der Situation zu machen. „Da noch keine Spuren in den Boden gefräst sind, kann ich meine eigene Linie fahren.“ Chris Atkinson arbeitet an dem Ziel, Martin Prokop auf Platz neun zu schnappen. Auch um Rang sieben wird gestritten, Ken Block will den mexikanischen PWRC-Meister Benito Guerra hinter sich halten.

 

Ganz vorne sammelte Sébastien Ogier im Vorbeigehen den nächsten WP-Sieg ein, war aber trotzdem nicht zufrieden. „Es ist schwierig, den richtigen Rhythmus zu finden. Ich will kein Risiko eingehen.“ Braucht er jetzt auch wirklich nicht mehr. Ogier hat 53 Sekunden Vorsprung auf den neuen Zweiten, Mikko Hirvonen.

 

 

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