"Kein Taktieren mehr"

Aigner: Jetzt gehts ums Ganze!

Jetzt geht es richtig zur Sache! Andreas Aigner muss im Finale der PWRC sechs Punkte auf Spitzenreiter Juho Hänninen aufholen.

<strong>VOLLER ANGRIFF:</strong> Andreas Aigner will seine Chance auf den WM-Titel nutzen

Das Red Bull Rallye Team kämpft am kommenden Wochenende um den Weltmeistertitel! Wobei die Ausgangsposition nicht wirklich für Andreas Aigner und Beifahrer Klaus Wicha spricht: Der Steirer hat vor dem großen Finale sechs Punkte Rückstand auf den Führenden Finnen Juho Hänninen und steht damit unter vollem Zugzwang.

 

Aigner muss bei der Wales-Rallye unter die ersten drei fahren, um überhaupt noch eine Chance auf den Titel zu haben – und auch dann gibt es nur drei Varianten: 1. Aigner gewinnt – dann darf Hänninen nicht besser als 5. werden, 2. Aigner wird Zweiter – dann darf Hänninen nicht besser als 7. werden, 3. Aigner wird Dritter – dann muss Hänninen ausfallen.

 

Zahlenspielereien, an denen sich der Red Bull Pilot vorerst mal nicht beteiligen möchte.„Mir bleibt doch gar nichts anderes übrig, als von Beginn an voll auf Angriff zu fahren. Wobei ich gegenüber Hänninen natürlich den Nachteil habe, dass ich schon längere Zeit keine Rallye mehr gefahren bin – er dagegen steht voll im Saft. Das hat man auch zuletzt in Japan gesehen, wo er am Anfang weit hinten war, dann aber doch noch gewonnen hat und sich so auch diese für ihn sehr gute Ausgangsposition geschaffen hat“, so Aigner.

 

Beide Titelanwärter haben in diesem Jahr drei Rallyes gewonnen und die PWRC dominiert. Der einzige Unterschied: Hatte Hänninen Probleme, holte er dennoch ein paar Punkte, traf es Aigner, dann stand er und blieb ohne Ergebnis. Aigner weiß aber auch, dass – „wenn man richtig Feuer macht, auch das Risiko weit größer ist. So lange Hänninen im Bewerb ist, gibt es diesmal kein Taktieren. Da ist vollste Konzentration gefragt. Und diesmal werde ich wohl auch ein wenig Glück brauchen.“

 

Teamchef Raimund Baumschlager weiß um die Schwere der Aufgabe: „Es ist leider genau das eingetreten, was wir befürchtet haben – nämlich, dass Hänninen als Führender nach Wales kommt. Jetzt liegt der Druck voll bei uns. Wir haben im Vorfeld aber alles unternommen - haben kurzfristig noch zwei Testtage eingeschoben – um bestens gerüstet in diesen Fight zu gehen. Die Aufgabe wird jedoch sehr sehr schwer.“

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