RALLYE SCHWEDEN

Abbring: „Sprung ins kalte Wasser“

Unverhofft kommt oft. Das gilt auch für Kevin Abbring, der in Schweden seinen ersten WM-Lauf in einem World Rally Car bestreitet.

Nachdem sich Dani Sordo bei einem Mountainbike-Unfall in Spanien zwei Rippen gebrochen hat und bis zur Rallye Mexiko im März pausiert, musste Hyundai in letzter Minute einen Fahrerwechsel für die Rallye Schweden vornehmen: Hayden Paddon pilotiert Sordos Auto mit der Startnummer 8, für den Neuseeländer ist dies der erste von zwölf geplanten WM-Starts. Kevin Abbring gibt im dritten Fahrzeug mit der Nummer 20 sein Debüt im neu verkündeten Hyundai Mobis World Rally Team – für den hochgehandelten Niederländer ist es nicht nur der erste Start in Schweden, sondern auch sein erster WM-Einsatz in einem World Rally Car.

„Mein Beifahrer Sebastian Marshall und ich sehen das als Lernphase und wir werden alles tun, um dem Team zu helfen. Es wird ein Sprung ins kalte Wasser, aber ich mag solche Herausforderungen“, sagte Abbring.

Hyundai hat sich Mitte Dezember mit einem viertägigen Test in Schweden für die zweite Teilnahme bei dem Winter-Klassiker vorbereitet. Zwei weitere Testtage standen in dieser Woche in der Rallyeregion auf dem Programm, dort kamen Thierry Neuville und Hayden Paddon jeweils einen halben Tag zum Einsatz, während sich Neuling Kevin Abbring einen Tag lang mit dem i20 WRC vertraut machte. „Schweden war im vergangenen Jahr der härteste Test für unser junges Team. Wir haben damals viel gelernt und wollen diese Erfahrungen jetzt in die Praxis umsetzen“, sagte Teamdirektor Michel Nandan. 

Die Hoffnungen ruhen einmal mehr auf Thierry Neuvilles. Sein bestes Ergebnis in Schweden war der fünfte Rang im Jahr 2013. Im vergangenen Jahr war der Belgier auf zwei Wertungsprüfungen Zweitschnellster. Darauf möchte er jetzt aufbauen: „Schweden ist die einzige Schneerallye in diesem Jahr. Dies ist sicherlich der Untergrund, auf dem ich die geringste Erfahrung habe. Ich bin bisher dreimal dort gestartet, und obwohl ich es schwierig fand, habe ich bei jedem Einsatz viel gelernt. Bei meinem vierten Start will ich meinen Speed und mein Selbstvertrauen stärken. Wenn man nicht seit frühester Jugend mit solchen Bedingungen vertraut ist, fällt es schwer, einen Rhythmus zu finden. Ich habe bereits einige interessante Einzelzeiten geschafft und selbst bei unserem ersten Einsatz im Hyundai im vergangenen Jahr bin ich zweit- und drittschnellste Zeiten gefahren, darauf möchte ich aufbauen.“

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