Rallye News

Vorschau: OMV Rallye 06.-08. September 2001

Am kommenden Wochenende findet die OMV-Rallye statt. Eine Besonderheit in diesem Jahr ist die Super Special auf der Trabrennbahn Krieau in Wien.

Manfred Stohl im Toyota Corola WRC.

Nach der langen Sommerpause dürfen sich Teilnehmer und Motorsportfans auf drei Tage Rallyegenuß während der OMV Rallye freuen. Der Startschuß zur 588 km langen Rallye, davon werden 221 km auf insgesamt 20 WP´s gefahren, fällt am Donnerstag am Wiener Rathausplatz, von wo es dann zur Auftaktsprüfung auf der Trabrennbahn Wiener Krieau geht.

 

Der OMV Rallye-Organisator Helmut Doppelreiter rechnete mit 60 bzw. 70 Startern bei dieser Rallye, doch mit knapp 100 Teams die sich letztendlich einschrieben, haben sich die kühnsten Erwartungen mehr als erfüllt. Einerseits freut es die Rallye-Leitung, andererseits müssen nun kleine Veränderungen im Zeitplan vorgenommen werden um diese Anzahl von Fahrzeugen einzusetzen.

 

Der führende in der österreichischen Meisterschaft, Franz Wittmann, freut sich schon besonders auf diese Rallye und auch auf seine neue Beifahrerin Heike Feichtinger. Der Toyota Corolla WRC-Pilot muß dieses Mal auf seinen Co-Piloten Thomas Zeltner verzichten und startet mit der Österreicherin, die schon mit Isolde Holderied unterwegs war.

 

Zweiter in der Meisterschaft ist Raphael Sperrer und sein schwedischer Co-Pilot Per Carlsson, die zuletzt bei der Finnland Rallye mit Ihren Peugeot 206 WRC eine gute Vorstellung geboten haben. Leider schied das Team durch einen spektakulären Mehrfach-Überschlag frühzeitig aus, dabei wurde das Auto völlig zerstört.

 

Der Wagen traf am Donnerstag aus Finnland in Wien ein, die neue Karosserie am Freitag. Ab diesem Zeitpunkt begann die Jagd mit der Zeit. 850 Stunden sind für den Neuaufbau notwendig, dazu hat man von Samstag Früh bis Mittwoch Abend Zeit, also fünf Tage. Sieben Mechaniker werden rund um die Uhr versuchen, das Unmögliche doch noch möglich zu machen. Vermutlich wird man erst in der Nacht auf Donnerstag in der Lage sein, das reparierte Peugeot 206 WRC zum ersten Mal zu starten.

 

Während also heftig am Auto gearbeitet wird, bereiten sich Raphael Sperrer/Per Carlsson sehr gewissenhaft auf diesen wichtigen 6. ÖM-Lauf vor:? Die Zeiten von Finnland haben mich natürlich sehr motiviert. Daher glaube ich auch wieder an einen Sieg. Natürlich muß ich mich jetzt vom finnischen Schotter wieder auf Asphalt umstellen. Wichtig wäre nur, wenn Baumschlager oder Stohl sich vor Wittmann platzieren könnten. Damit würde es im Duell gegen Wittmann 4:2 stehen und außerdem würde er damit weniger ÖM-Punkte einfahren. Mir liegt die OMV-Rallye, sie stellt an den Fahrer hohe Ansprüche. Zur Zeit können wir nur hoffen, dass der Wagen rechtzeitig fertig wird, ich vertraue da sehr auf unsere bewährten Techniker.?

 

Zurzeit dritter in der Meisterschaft ist Ford-Pilot Raimund Baumschlager, der während der Sommerpause mit seinem zweiten Rang eine sehr gute Leistung bei der diesjährigen Deutschland Rallye geboten hat. Bei der Barum Rallye in der Tschechischen Republik bremsten ihn diverse Technik- und Reifenprobleme ein, die ihn auch schon im Verlauf der österreichischen Meisterschaft geplagt haben.

 

Einen vierten WRC bringt der Gruppe-N Weltmeister Manfred Stohl an den Start. Es wird erst der vierte Start für ihn in solch einem Fahrzeug. Wie bei der Berlin-Brandenburg-Rallye und der Wittenberg-Rallye vertraut er auf die Mannschaft von R&D Motorsport, doch diesmal handelt es sich um eine neuere Evolutionsstufe. Manfred Stohl sagt: ?Die OMV Rallye 2001 mit dem Start in Wien ist mit Sicherheit ein Meilenstein in der Österreichischen Rallyegeschichte. Da muss ich einfach dabei sein. Natürlich wäre es auch schön zu gewinnen, doch dafür braucht man ein absolut konkurrenzfähiges Auto, denn Sperrer, Baumschlager, Wittmann & Co. sind enorm stark."

 

In der Gruppe N werden wohl Hermann Gassner und Walter Kovar das Tempo der Rallye bestimmen, doch auch mit Beppo Harrach ist zu rechnen und mit Ruben Zeltner, der mit Dieter Hawranke unterwegs sein wird.

 

In der Diesel-Klasse werden der Diesel-Champion David Doppelreiter und Willi Stengg jr. einen Kampf untereinander führen und mit ein wenig Glück auf ihrer seite, können die Selbstzünder aus dem Hause VW die Allradfahrzeuge ärgern. David Doppelreiter, der Sohn von Helmut Doppelreiter, dem umsichtigen Veranstalter der OMV Rallye hat mit dem dritten Gesamtrang bei der Wechselland-Rallye sein großes Talent eindrucksvoll unter beweis gestellt. Bei seiner ?Heimrallye" will er diese Leistung bestätigen und eine gute Figur abgeben. ?Diese Rallye ist für mich eine große Herausforderung. Jetzt gilt es cool zu sein. Bei der Super Special in der Wiener Krieau haben wir die Möglichkeit unseren Sport einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Diese Chance sollten wir nützen", sagte Doppelreiter.

 

1. Manfred Stohl/Peter Müller Toyota Corolla WRC A8

2. Raphael Sperrer/Per Carlsson Peugeot 206 WRC A8

3. Franz Wittmann/Heike Feichtinger Toyota Corolla WRC A8

4. Raimund Baumschlager/Klaus Wicha Ford Focus WRC A8

5. Willi Stengg jr/Michael Moser VW Golf TDI A9

6. David Doppelreiter/Cathi Schmidt VW Golf TDI A9

7. Hermann Gasssner/Karin Thannhäuser Mitsubishi Carisma N4

8. Walter Kovar/Lamberta Kovar Mitsubishi Carisma GT N4

9. Ruben Zeltner/Dieter Hawranke Mitsubishi Lancer Evo V N4

10. Beppo Harrach/Jutta Gebert Mitsubishi Lancer Evo VI N4

 

Michael Wolf

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