DRS-Finale

Vorentscheidung nach Stölzel-Defekt

Ein Kühlerschaden am Porsche von Maik Stölzel könnte zur Halbezeit des Saisonfinales in Leiben bereits für die Vorentscheidung gesorgt haben.

<strong>PECH:</strong> Maik Stölzel fällt nach Kühlerschaden weit zurück

Insgesamt 102 Teams nahmen am Samstag um 8:00 Uhr in der Früh die 13. Auflage der Herbst Rallye Leiben in Angriff. Und bereits auf den ersten Prüfungen zeichneten sich die Stärke-Verhältnisse im „österreichisch-deutschen“ Motorsport-Duell ab.

 

Die Porsche-Glüher Maik Stölzel (Porsche 997 GT3 RS) und Anton Werner (Porsche 996 GT3) gaben im wahrsten Sinne des Wortes den Ton an. Dennoch ist es ein Einheimischer, der die Gesamtwertung im Weitental anführt. Michael Kogler (Mitsubishi Lancer Evo VI) nützt seinen Heimvorteil und liegt nach vier von acht Sonderprüfungen bereits 39,8 Sekunden vor Werner. Stölzel absolvierte am Rundkurs in Seiterndorf wegen eines Kühlerschadens nur eine von zwei Runden. Dadurch bekam er die schlechteste gefahrene Zeit plus eine Strafminute und fiel damit aussichtslos zurück.

 

Für einen sensationellen Auftritt sorgt Hannes Danzinger im gasbetriebenen VW Golf KitCar. Der Niederösterreicher liegt zwischenzeitlich auf dem dritten Gesamtrang. Auf den viel PS-stärkeren Porsche von Werner fehlen lediglich 0,7 Sekunden. Auch Reinhard Pasteiner (Mitsubishi Lancer Evo IX) zeigt mit Top-Zeiten auf. Seinen Rückstand von fast fünf Minuten verdankt der St. Pöltener einer Ehrenrunde auf der zweiten Prüfung, wo er statt zwei gleich drei Mal die Strecke befuhr.

 

Im Kampf um die „Austrian Rallye Challenge“ (ARC), die bei der Herbst Rallye Leiben den Finallauf absolviert, hat Franz Sonnleitner (Mitsubishi Lancer Evo III) alle Trümpfe in der Hand. Der Niederösterreicher führt als Gesamt-Sechster überlegen mit über einer Minutenvor seinen direkten Konkurrenten Reinhard Mitterauer (17./Toyota Celica GT Four) und dem derzeit Führenden der ARC Wertung, Harald Ruiner (29./Renault Clio RS Sport). Für Sonnleitner wäre es nach 2005 der zweite Titel in der ARC.

 

In der DRS wollte Maik Stölzel alles daran setzen den Titel zu holen. Der Porsche-Pilot muss jedoch vorerst durch den bereits erwähnten Kühlerschaden seine Hoffnungen begraben. Damit hat der Führende der Zwischenwertung, Robert Pritzl (Subaru Impreza WRX STi), beim Finallauf der Serie die besten Chancen. Zur Halbzeit der Rallye liegt Pritzl auf dem vierten Gesamtrang. Nur wenn der Bayer schwere Probleme bekommt, kann Stölzel den Titel noch holen.

 

Beim vorletzten Lauf zur Historic Rallye Staatsmeisterschaft führt Johannes Huber (Porsche 911) vor Sebsatian Unger (Porsche 911) und Konrad Friesenegger (Opel Kadett C GT/E).

 

Zwischenstand nach vier von acht Prüfungen
01. Michael Kogler/Roland Rieben, Mitsubishi Evo VI 30:06,7
02. Anton Werner/Gabriele Fischer, Porsche 996 GT3 +39,8
03. Hannes Danzinger/Pia M. Schirnhofer, VW Golf KitCar CNG +40,5
04. Robert Pritzl/Christina Kohl, Subaru Impreza WRX +43,6
05. Hermann Neubauer/Bernhard Ettel, Suzuki Swift S1600 +1:24,7
06. Franz Sonnleitner/Mario Fahrnberger, Mitsubishi Evo III +1:28,1
07. Philipp Lietz/Thomas Steinber, Mitsubishi Evo III +1:32,5 Min.
08. Manfred Pfeiffenberger/U. Mayrhofer, Mitsubishi Evo IX +1:56,5
09. Michael Abendroth/Peter Huber, Honda Civic Type R +2:06,0
10. Wolfgang Franek/Nina Irina Wassnig, Honda Civic Type R +2:07,5

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