Werner siegt vor Stölzel

Spannendes Finale im Erzgebirge

Mit einem spannenden Finale endete die Rallye Erzgebirge. Anton Werner setzte sich denkbar knapp gegen Maik Stölzel durch.

<strong>SIEG:</strong> Anton Werner siegt denkbar knapp

Gestern Abend noch setzte sich der Däne Karl-Age Jensen nach vorne ab und schien schon fast uneinholbar, wäre er in der Lage gewesen mit seinem Subaru Impreza WRC aus dem Jahr 2006 dieses Tempo durchzuhalten. Doch ein Reifenschaden warf ihn am frühen Sonntag Morgen weit zurück und es entbrannte ein hochdramatisches Duell zwischen Anton Werner im Porsche GT3 und dem Zwickauer Maik Stölzel, der die DRS in diesem Jahr mit seinem Skoda Octavia WRC um ein weiteres World Rally Car bereichert.

 

Bis zur allerletzen Prüfung war noch alles möglich, schließlich gewann dann aber Anton Werner mit einem Vorsprung von nur 2,4 Sekunden. ?Das war wirklich sehr knapp! Wir haben die für unser Auto geeignete Strecken genutzt um einen Vorsprung herauszufahren. Auf der letzten Schotter-WP war dann Maik doch noch mal schneller als wir, aber es hat für uns gereicht.?, so Werner.

 

Für Stölzel, der sich nach über einjähriger Pause zurückmeldet, war der zweite Platz dennoch ein tolles Ergebnis. ?Auf der letzten Wertungsprüfung haben wir noch mal ohne Rücksicht auf Verluste Vollgas gegeben und unseren Rückstand deutlich verkleinert. Aber wir werden uns auf jeden Fall nach vorne entwickeln?, so der Zwickauer.

 

Damit ist aber um so mehr Spannung für die kommenden Läufe garantiert, denn auch der Däne Jensen möchte ebenso wie Maik Stölzel alle Läufe der Deutschen Rallye Serie bestreiten und sich die Spitzenposition erobern. Damit bahnt sich schon jetzt für die aktuelle Saison ein packender Kampf zwischen den WRCs und Werners GT3 an.

 

Auch auf den folgenden Plätzen ging es nicht weniger dramatisch zu:

Nach WP 10 war Janina Depping bis auf 2,3 Sekunden an den dritten Ruben Zeltner herangekommen, dem eine gebrochene Differentialaufhängung Sorgen bereitete. Doch das konnte Zeltner, der jetzt mit einem BMW M3 unterwegs ist, nicht auf sich sitzen lassen und gab auf noch einmal richtig Gas. Obwohl Janina Depping auf der letzten Prüfung schneller als Zeltner war und die zweitbeste Gesamtzeit fuhr, reichte es nicht ganz für einen Platz auf dem Treppchen. Trotz allem hat das Damenteam Depping/Krämer mit dem vierten Platz ein hervorragendes Ergebnis nach Hause gebracht und führt damit die Gruppe N an.

 

Spektakulär war der Abflug von Thomas Frank, dem sein BMW 318is an der legendären Sprungkuppe in Grünhain ausser Kontrolle geriet und ordentlich neben der Strecke abräumte. Glücklicherweise kam niemand zu Schaden, die Wertungsprüfung wurde nach den Bergungsarbeiten wieder freigegeben.

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