Rebenland-Rallye

Neubauer lässt nichts anbrennen

Nach einem kurzen „Nickerchen“ am Morgen stellte Hermann Neubauer seine Überlegenheit bei der diesjährigen Rebenland-Rallye wieder zur Schau und liegt vor dem Finale klar vor Raimund Baumschlager.

Mit einer kleinen Überraschung begann heute Früh der zweite Tag der Rebenland-Rallye. Auf der nur 2,99 Kilometer kurzen Prüfung „Poharnigberg“ setzte sich die Nummer drei des ersten Tages, Gerwald Grössing, vor Raimund Baumschlager durch. Hermann Neubauer, der am Freitag alle sieben Prüfungen gewonnen hatte, kam „nur“ als Drittschnellster ins Ziel. 

Neubauer: "Habe alles unter Kontrolle"

Doch schon ab dem nächsten Wertungsabschnitt war Neubauer vollends ausgeschlafen und die alte Rangordnung wieder hergestellt. Der Salzburger ließ Baumschlager und Grössing in fast schon gewohnter Manier hinter sich. Diese Tendenz hielt Neubauer gekonnt aufrecht. Nach 11 von 16 Prüfungen führt er das Klassement klar mit 47 Sekunden Vorsprung an – und ist verständlicherweise zufrieden: „Ich habe derzeit alles unter Kontrolle. Auch am sehr schwierigen Nachmittag werde ich versuchen, die Ruhe zu bewahren.“

Raimund Baumschlager gibt zu, am Limit unterwegs zu sein: „Mit Platz zwei wäre ich sehr zufrieden. Dass das WRC unserem R5-Auto klar überlegen ist, kann jeder mit eigenen Augen sehen.“ Gerwald Grössing ortet heute eine Leistungssteigerung: „Wir haben den gestrigen Tag eingehend analysiert und einige Fehler gefunden. Heute sind wir klar besser unterwegs.“

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Den Titel ‚Dreher-König’ erntete der Steirer Niki Mayr-Melnhof, der momentan auf Platz fünf liegt, am Freitag. „Da haben wir uns auf dem unglaublich rutschigen Asphalt zwei Mal eingedreht. Dann haben wir das Setup ändert, und heute läuft es bisher besser und vor allem rutschfrei.“

2WD: Wagner setzt sich weiter ab

In der ÖRM-2WD gelang es Simon Wagner, sich vorneweg ein wenig abzusetzen. Der schnelle Oberösterreicher gab seinem Citroën DS3 R3T gehörig die Sporen. „Mit allen Bestzeiten am heutigen Tag bin ich natürlich sehr zufrieden. Vor dem schwierigen Nachmittag bin ich aber gewarnt, denn da bin ich letztes Jahr ausgefallen.“ Michael Böhm verlor den zweiten Platz. Ein Dreher kurz vor dem Ziel der elften Prüfung kostete den Staatsmeister fast 30 Sekunden. „Es war ein Highspeed-Dreher, bei dem ich mehrere Male gegen die Böschung geprallt bin. Der Opel Adam hat sogar kurz Feuer gefangen. Ich hoffe, wir können den Schaden am Heck bis zum Nachmittag reparieren.“

Vom Missgeschick des Niederösterreichers profitierte Daniel Wollinger, der dadurch an ihm vorbeiziehen und sich auf Platz zwei setzen konnte. „Ich komme immer besser in die Rallye rein. Simon ist aber mit einer Dreiviertelminute Vorsprung momentan außer Reichweite für uns.“ Pech hatte Julian Wagner. Der Bruder des Führenden wurde durch einen technischen Defekt auf WP 11 an seiner Aufholjagd gebremst und schleppte sich mit über acht Minuten Verspätung ins Ziel.

Relativ klare Verhältnisse herrschen in der Historischen Staatsmeisterschaft. Hier liegt weiterhin Johannes Huber mit dem Porsche 911 vor seinem Markenkollegen Willi Rabl.

Am Nachmittag geht die Rebenland-Rallye im Raum Leutschach mit vier teils sehr langen Sonderprüfungen weiter. Die letzte Prüfung, die auch als Power-Stage mit Zusatzpunkten für die ersten Drei gewertet wird, startet laut Plan um 18:42 Uhr.

Zwischenstand nach WP11 von 16

1.  Neubauer / EttelFord Fiesta WRC54:08,0
2.  Baumschlager / ZeltnerSkoda Fabia R5+47,6
3.  Grössing / SchwarzFord Fiesta WRC +1:07,9
4.  Jakes / NovakCitroen DS3 R5+2:43,9
5.  Mayr-Melnhof / WelsersheimbFord Fiesta R5+2:59,1
6.  Hideg / KerekMitsubishi Evo IX+3:34,3
7.  Gaßner / ThannhäuserMitsubishi Evo X+3:39,0
8.  Koch / BrunthalerSkoda Fabia S2000+4:18,2
9.  Wagner / MayrhoferCitroen DS3 R3+4:27,6
10.  Wollinger / HolzerRenault Clio Maxi+5:14,3

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