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Großer Motorsportpreis der Stadt Wien ist mehr als nur ein Sieg für die Statistik

Trotz gerade einmal fünf Kilometer Länge hat der Große Motorsportpreis der Stadt Wien in der Wiener Krieau seinen ganz eigenen Reiz.

:: David Doppelreiter ::

Es ist schon klar, dass man auf fünf Kilometern nicht eine Rallye gewinnen kann, die über knapp 220 Sonderprüfungskilometer verfügt. Und dennoch hat der Große Motorsportpreis der Stadt Wien in der Wiener Krieau seinen Reiz. Einerseits ist es sicher der direkte Kampf Mann gegen Mann, den es ja sonst in der Rallye nicht gibt. Anderseits die Vorstellung vor einem großen, geballten Publikum, denn normalerweise teilen sich die Zuschauer auf den vielen SP-Kilometern auf. In Wien waren es im Vorjahr 15.000.

 

Beide Komponenten bekommen die 90 genannten Teams bei der Int. OMV Rallye am 5. September 2002 ab 16.00 Uhr in der Wiener Krieau geboten. Schon zum zweiten Mal, denn die erfolgreiche Premiere im Vorjahr verlangte praktisch die Wiederholung. Damit wird ebenfalls ein heißer Motorsportherbst in der T -Mobile Rallyemeisterschaft eingeläutet, in dem neben der Int. OMV Rallye noch zwei weitere Veranstaltungen auf dem Programm stehen.

 

Zwei heimische Top-Piloten standen sich bereits im Vorjahr gegenüber. Im großen Show-Down zwang OMV Pilot Manfred Stohl seinen Kontrahenten Raphael Sperrer in die Knie und kürte sich zum ersten Sieger des ?Großen Motorsportpreises der Stadt Wien?. Sperrer revanchierte sich dafür mit dem Gesamtsieg. Heuer hat der Oberösterreicher aber auch die Möglichkeit sich im Sandoval zu revanchieren, denn die Toppaarung, die am kommenden Donnerstag gegen 22.00 Uhr auf die Bahn gehen wird, heißt abermals Stohl (Ford Focus WRC) gegen Sperrer (Peugeot 206 WRC). Im Duell davor gibt OMV Pilot David Doppelreiter seine WorldRallyCar-Premiere im Seat Cordoba. Auch er ist schon ein Wien-Sieger. So bezwang er 2001 in der Dieselklasse im direkten Duell Willi Stengg. Heuer bekommt er es mit dem dreifachen ungarischen Meister Janos Toth (Peugeot 206 WRC) zu tun.

 

Auch ein kleines Manko des Vorjahres konnte ausgeschalten werden. So wurde rechtzeitig für den Auftakt zur Int. OMV Rallye die Haupttribüne fertiggestellt. Damit gibt es auch im ersten Stock einen Balkon, der über breite Treppen von vorne zu begehen ist. Ebenso bilden die neu geschaffenen Terrassen einen idealen Standpunkt für alle motorsportinteressierten Zuschauer. Um für den erhofften Zuschaueransturm gerüstet zu sein (der Eintritt kostet für Besucher ab 16 Jahre 10,00 Euro ? dafür gibt es das Programmheft und eine Fan-Kappe), wurde in der Krieau vier Kassen eingerichtet (Zugang vom Parkplatz hinter der Haupttribüne, Zugang Sommerkino, Zugang Stallungen und Zugang Stadionseite).

 

Natürlich lebt eine Rallye nicht von den Top-Teams alleine. Mit dem ?Großen Motorsportpreis der Stadt Wien? wird dem auch Rechnung getragen. Durch die gestürzte Startreihenfolge, die letzten beiden Startnummer gehen als erste Paarung ins Rennen, können sich auch sonst weniger beachtete Teams einer großen Öffentlichkeit präsentieren.

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