Fahrbericht Skoda Fabia RS

Fabia RaSant

Satte 180 PS hat der neue Skoda Fabia RS unter Haube. Ein Leistungszuwachs den sein Fahrer deutlich spürt und für manch einen zur Überraschung wird.


MARKENZEICHEN RS: Der sportlichste Fabia ist klar zu erkennen

 

Da staunte der Porsche-Fahrer nicht schlecht. Der leuchtgelbe Skoda Fabia ließ sich einfach nicht abschütteln. Ganz im Gegenteil! Immer größer baute sich der kleine Tscheche bei der wilden Hatz über die Nordschleife im Rückspiegel auf und setzte sogar zum Überholen an. Irgendetwas schien hier ganz verkehrt zu laufen.
 

Zur Ehrenrettung des entgeistert dreinblickenden Porsche-Fahrers sei angemerkt, dass es sich um keinen normalen Fabia, sondern um einen RS handelt, der zudem von Matthias Kahle gesteuert wurde. Eine Kombination, die für jeden Sportwagenfahrer zum Albtraum wird. Der Rekordmeister hat sichtlich Spaß am fröhlichen Porsche-Jagen, ganz so wie er es in der Deutschen Rallye Meisterschaft macht.  

 


DEZENTE SPORTLICHKEIT: Doppelrohrauspuff, angedeuteter Diffusor und Spoiler

 

Satte 132 kW (180 PS) leistet der Vierzylinder-Benziner, der von einem Kompressor und Turbo im Doppelpack zwangsbeatmet wird. Trotz des geringen Hubraums steht ein sattes Drehmoment von 250 Nm (2000 bis 4500 U/min) zur Verfügung. In Verbindung mit dem serienmäßigen DSG-Getriebe spurtet der Fabia RS in gerade einmal 7.3 Sekunden von 0 auf 100 und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 226 km/h (Kombi). Dass sich der kleine Hubraum positiv auf den Verbrauch auswirkt, merkt man bei normaler Fahrweise sehr schnell. Nur 6.2 Liter genehmigt sich der Tscheche im Schnitt, zugegeben, geht man die Sache etwas forscher an, werden es locker zwei Liter mehr. Dann hat man allerdings bereits ein Tempo angeschlagen, das den Führerschein in Gefahr bringt.

 

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SATTE LEISTUNG: Der nur 1.4-Liter große Vierzylinder-Turbo gibt 180 PS ab
 

Damit der Fabia RS bei solchen sportlichen Ausflügen über das Land sicher auf der Straße bleibt, stehen die üblichen Assistenzsysteme zur Verfügung. Das Sportfahrwerk ist auf die hohen Fahrleistungen abgestimmt, für eine höhere Kurvenstabilität sorgt die serienmäßige XDS-Differenzialsperre an der Vorderachse. Ein sanfter Bremseinsatz am kurveninneren Rad verhindert ein Durchdrehen und erhöht das Antriebsmoment. Der Fabia RS wird förmlich um die Biegung gezogen und das Einlenken dadurch unterstützt. Eine Reifendruck-Überwachung sorgt ebenso serienmäßig für zusätzliche Sicherheit wie eine Berganfahr-Kontrolle.

 

Beim ersten Kennenlernen entpuppt sich der Fabia RS als die Spaßmaschine, die man erwartet hatte. Bärig schiebt der Motor an, das DSG ist wie immer über jeden Zweifel erhaben. In engen Kurven mit starker Beschleunigung merkt man den Frontantrieb deutlich im Lenkrad, ansonsten zieht es den Flitzer problemlos durch jede Kurve. Die hohe Sitzposition vermittelt zwar wenig Sportwagenfeeling, aber das dicke Lederlenkrad mit den beiden Schaltwippen gleicht diesen kleinen Nachteil wieder aus. Die Sportsitze geben guten Halt und bieten auch genügend Komfort wenn es mit dem RS auf lange Reise geht.

 

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SPORTLICHE AKZENTE INNEN: Schwarzes Dach, dickes Lenkrad und Sportsitze

  

Optisch geben sich beide Sport-Versionen mit neuen Stoßfängern vorn und integrierten Nebelscheinwerfern zu erkennen. Getönte Scheiben und eigens für den Fabia RS gestaltete 17 Zoll große Aluminium-Räder im Design „Gigaro“ bestimmen den Auftritt. Es geht weiter mit rot lackierten Bremssättel und das Heck wird von einem ebenfalls neu gestalteten Stoßfänger, Doppelrohr-Auspuff und Spoiler geprägt. Dach und Dachspoiler können auf Wunsch und abhängig von der gewählten Karosseriefarbe in drei unterschiedlichen Tönen lackiert werden: Zur Wahl stehen Schwarz, Weiß und Silber. Auch die Räder lassen sich in verschiedenen Farben ordern.

 

 
KLEINE SPASSMASCHINE: Der Skoda Fabia RS weiß zu begeistern


Wer den Skoda Fabia RS sein eigen nennen will, muss 21.890 Euro bereithalten. Angesichts der umfangreichen Serienausstattung und des gebotenen Leistungsniveau ein mehr als fairer Preis.  Für die Kombi-Version werden 600 Euro mehr fällig. Ein Aufpreis der sich für Porsche-Jäger durchaus lohnen könnte, denn wie meinte Matthias Kahle: „Interessanterweise fährt sich der Combi besser als die Limousine.“

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