Sebastien Loeb kritisiert WRX-Vermarkter

Der Ausstieg von Peugeot krempelte die Rallycross-Planungen von Sebastien Loeb kräftig durcheinander. Jetzt will er es als Privatier versuchen, doch die Suche nach Sponsoren gestaltet sich schwierig. Das hängt auch mit der Arbeit von WRX-Promoter IMG zusammen.

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Der Ausstieg von Peugeot krempelte die Rallycross-Planungen von Sebastien Loeb kräftig durcheinander. Jetzt will er es als Privatier versuchen, doch die Suche nach Sponsoren gestaltet sich schwierig. Das hängt auch mit der Arbeit von WRX-Promoter IMG zusammen.

Vor ein paar Wochen sah die Welt von Sebastien Loeb noch deutlich anders aus. Doch dann verabschiedete sich Peugeot aus der Rallycross-Weltmeisterschaft (WRX) und nun verdirbt auch noch der Abschied von Abu Dhabi die Möglichkeit, 2019 hin und wieder mit dem Citroën C3 WRC Läufe der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) zu bestreiten.

Loeb muss sich neu sortieren und versucht, die Peugeot 208 Supercars in Eigenregie einzusetzen um der WRX treu zu bleiben. Aber die Suche nach Sponsoren gestaltet sich selbst für einen neunfachen Weltmeister überraschend schwierig, denn die Arbeit von WRX-Promoter IMG in Sachen Bekanntheitsgrad sorgte bislang für wenige Ergebnisse.

„In Frankreich gibt es kaum etwas im Fernsehen zu sehen, die Leute wissen kaum etwas darüber“, ärgerte sich Loeb im Gespräch mit Autosport. „Ich habe Leute am Flughafen, oder auf der Straße getroffen die mich fragten, ‚Wie geht’s Dir? Genießt Du deinen Ruhestand, oder vermisst Du das Fahren?‘.“ Als ihnen Loeb etwas vom Rallycross erzählte, erntete er nach eigenen Angaben nur fragende Blicke. 

Verwunderung bei IMG

WRX-Manager Paul Bellamy zeigt sich erstaunt über die Kritik: „Niemand hat mir das bislang direkt ins Gesicht gesagt.“ Natürlich würde IMG viel Geld in die Hand nehmen, um die Serie zu promoten, man habe große Investitionen in neue Strecken und digitale Angebote getätigt. Dennoch konnte man kein tragfähiges Konzept vorlegen, mit dem man Ford, Audi und Peugeot für eine Zukunft in der WRX begeistern konnte.  

Die Zeit drängt

Viel Zeit für Überzeugungsarbeit auf allen Seiten bleiben weder Loeb noch Bellamy. Ende Januar endet die Einschreibefrist in die WRX 2019. Vielleicht noch wichtiger ist der 29. März 2019. An diesem Tag muss die IMG der FIA drei Hersteller präsentieren, die sich fest für die Elektro-Rallycross-WM (eWRX) einschreiben, die ab 2021 ausgetragen werden soll. „Im Moment habe ich die Zusage von drei Marken und eine weitere ist sehr interessiert“, sagte Bellamy, der keine Namen nennen will, aber ein Detail verriet: „Peugeot gehört nicht dazu.“